Parken an der Georgskommende
Universität hat bis heute nicht reagiert

Münster -

Der ehemalige Richter vom OVG parkte auf einem Uniparkplatz an der Georgskommende. Er zeigte seinen Schwerbehindertenausweis vor – und wurde doch abgeschleppt. Bis heute wartet der Münsteraner auf eine Nachricht der Univerwaltung.

Donnerstag, 18.04.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 08:25 Uhr
Peter Werkmeister stand auf diesem Parkplatz der Universität und wurde abgeschleppt. Ihn ärgert es, dass sein Schreiben an die Uni bis heute nicht beantwortet wurde.
Peter Werkmeister stand auf diesem Parkplatz der Universität und wurde abgeschleppt. Foto: gh

Peter Werkmeister ist enttäuscht. Im Dezember parkte der ehemalige Richter vom Oberverwaltungsgericht auf einem Parkplatz der Universität gegenüber der Georgskommende in Münster. Einem Mitarbeiter der Firma Westfalenfleiß, die den Parkplatz bewirtschaftet, zeigte er seinen Behindertenausweis.

Als er knapp drei Stunden später zurückgekehrt sei, erzählt Werkmeister, sei sein Fahrzeug schon abgeschleppt worden. Werkmeister zahlte 50 Euro. Er schrieb an die Universität und bat um Erstattung seiner Kosten. Bis heute, wundert sich der Münsteraner, habe er aber keine Antwort erhalten.

In seinem Brief an das Rektorat berichtet er, dass ihm als Schwerbehinderter im vergangenen Herbst die Parkberechtigung bis zum Sommersemester 2019 erteilt worden sei. Eingeschrieben sei er für das Studium im Alter.

Doch dieses berechtige nicht, so ein Sprecher der Universität, eine Parkberechtigung für einen der Unistellplätze zu bekommen.

Werkmeister betont, dass auch der Parkwächter von Westfalenfleiß den Abschleppdienst wiederholt darauf hingewiesen habe, dass ihm ein ordnungsgemäßer Parkausweis vorgelegt worden sei. Allerdings lag dieser Ausweis nicht auf dem Armaturenbrett, sondern in der offenen Mittelkonsole. Werkmeister verweist auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Er sei damals der Meinung gewesen, dass die Bewirtschaftung auch der Universitätsparkplätze über Westfalenfleiß erfolgt. Aber wenigstens, fügt er hinzu, habe er ein Recht auf eine Antwort von der Univerwaltung.

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