Umbau des Ex-Hauptzollamtes
Land in Sicht für Groß-Kita

Münster -

Die Zollbeamten arbeiten schon seit acht Jahren nicht mehr an der Sonnenstraße – so lange steht das Gebäude in zentraler Lage leer. Der lange geplante Umbau zur Groß-Kita soll nun endlich beginnen.

Mittwoch, 24.04.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 24.04.2019, 19:11 Uhr
Das ehemalige Hauptzollamt an der Sonnenstraße – hier eine Weitwinkelaufnahme – wird nun bald umgebaut. Ab August 2021 sollen hier bis zu 135 Kinder betreut werden.
Das ehemalige Hauptzollamt an der Sonnenstraße – hier eine Weitwinkelaufnahme – wird nun bald umgebaut. Ab August 2021 sollen hier bis zu 135 Kinder betreut werden. Foto: Matthias Ahlke

Das Gebäude des früheren Hauptzollamtes an der Sonnenstraße steht seit acht Jahren leer – aber nun soll in absehbarer Zeit wirklich Leben in die alten Gemäuer kommen. Zum Beginn des Kindergartenjahres am 1. August 2021 sollen hier 130 bis 135 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren in einer der größten Kitas der Stadt betreut werden.

Mitte Mai sollen die Ratsgremien die Auftragsvergabe an ein Architektenbüro beschließen, das den Umbau des alten, aus zwei Baukörpern bestehenden Zollamtes planen soll, wie Georg Mümken vom städtischen Amt für Immobilienmanagement erläutert. Baubeginn soll etwa in einem Jahr sein.

Befreiungsschlag für die Stadt

Als Träger wird die in Köln ansässige gemeinnützige GmbH „Fröbel Bildung und Erziehung“ eingesetzt, der in Münster schon drei andere neue Kita übertragen wurden und die in diesem Jahr in Münster eine Geschäftsstelle eröffnen will, wie es in der jüngst vom Jugendausschuss beschlossenen Vorlage zur Vergabe der Trägerschaft heißt.

Für die Stadt ist die neue Kita in zentraler Lage ein Befreiungsschlag – denn im Bezirk Mitte herrscht der größte Mangel an Betreuungsplätzen. Eine zweite Kita wird nicht weit entfernt an der Neubrückenstraße auf dem Gelände der Studentinnenburse errichtet. „Ich bin sehr froh, dass es bald losgeht“, freut sich Jugendamtsleiterin Anna Pohl. Denn nur für knapp 40 Prozent der unter Dreijährigen konnte im Bezirk Mitte im Kindergartenjahr 2017/18 ein Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt werden.

6,9 Millionen Euro teuer

Die neue Kita soll die Stadt 6,9 Millionen Euro kosten, 6,4 Millionen davon sind Baukosten, eine halbe Million Euro wird für das Inventar veranschlagt. Über den Kaufpreis von der Bundesanstalt für Immobilien (Bima), mit der jahrelang verhandelt wurde, herrscht Stillschweigen.

Ein Abriss des Gebäudes und ein ganz neuer Bau an dieser Stelle sei nicht in Betracht gekommen, da der Bau zwar nicht unter Denkmalschutz stehe, aber als erhaltenswert eingestuft sei, heißt es beim Amt für Immobilienmanagement. Aus dem ehemaligen Behördengebäude mit Büros eine Kita mit großen Räumen und viel Auslauf für Kleinkinder zu machen, ist laut Mümken nun die Herausforderung.

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