Nächste „Abendvisite“ am 7. Mai
Wenn die Herzklappe Probleme macht

Münster -

Es ist ein Kreuz mit der Herzklappe: Häufig kann eine Erkrankung mit unscheinbaren Symptomen wie Atemnot daherkommen. Umgekehrt ist aber auch nicht jede Abnahme der körperlichen Belastbarkeit auf Probleme mit dem Herzen zurückzuführen. Bei der nächsten „Abendvisite“ am 7. Mai klären zwei Mediziner des UKM auf, wie Diagnostik und Therapie ablaufen.

Freitag, 26.04.2019, 11:00 Uhr
Prof. Dr. Helmut Baumgartner (l.) ist mit Prof. Dr. Sven Martens bei der Abendvisite zu Gast.
Prof. Dr. Helmut Baumgartner (l.) ist mit Prof. Dr. Sven Martens bei der Abendvisite zu Gast. Foto: UKM

Das Treppensteigen ging auch schon mal einfacher? Die körperliche Belastbarkeit lässt spürbar nach, Atemnot begleitet auch kleinere Anstrengungen? Das können Symptome für eine Erkrankung der Herzklappen sein.

„Die Betonung liegt auf können – es sind durchaus auch noch andere Ursachen für diese Beschwerden denkbar“, betonen Prof. Dr. Helmut Baumgartner und Prof. Dr. Sven Martens. Eine exakte Diagnostik sei deshalb im Vorfeld unerlässlich, um dem tatsächlichen Grund auf die Spur zu kommen, unterstreichen die beiden Mediziner aus dem Universitätsklinikum Münster. In ihr Fachgebiet fällt die Behandlung, wenn tatsächlich das Herz betroffen ist.

OP ohne den Brustkorb zu öffnen

In der nächsten Abendvisite am 7. Mai (Dienstag) erläutern Prof. Baumgartner (Direktor der Klinik für Kardiologie III: Angeborene Herzfehler, EMAH und Klappenerkrankungen) sowie Prof. Martens (Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie), wie Herzklappenerkrankungen entstehen, welche Symptome darauf hinweisen, aber auch, wie Diagnostik und Therapie verlaufen.

Kardiologen und Herzchirurgen arbeiten heute absolut Hand in Hand.

Prof. Baumgartner und Prof. Martens

Ob Aortenklappenstenose (Verengung) oder Mitralklappeninsuffizienz (Undichtigkeit) – wichtig ist beiden Medizinern: „Kardiologen und Herzchirurgen arbeiten heute absolut Hand in Hand.“ Im Team werde entschieden, welche Therapie die richtige sei. Längst nicht immer müssten Patienten operiert werden, und wenn, dann oftmals minimal-invasiv, ohne den Brustkorb komplett zu öffnen.

Ein Beispiel: Entzündliche Erkrankungen werden meistens chirurgisch behoben. „Während des Eingriffs entfernen wir das betroffene Gewebe“, beschreibt Prof. Martens die Aufgabe des Operateurs an der Stelle. In einer zunehmend steigenden Zahl von Fällen werden aber auch Katheterverfahren angewandt, zum Beispiel, um eine Verengung an der Herzklappe aufzulösen. Aber auch beim Kathetereingriff sei nicht nur der Kardiologe dabei, sondern ebenso ein Herzchirurg.

Hausarzt spielt eine wichtige Rolle

Im Vorfeld sei es der Hausarzt, der eine wichtige Rolle spiele, damit die Beschwerden des Patienten abgeklärt werden – und der Betroffene dann an die entsprechenden Fachärzte zur weiteren Behandlung überweist. „Eine Ultraschalluntersuchung des Herzens gibt uns sehr schnell Aufschluss darüber, ob eine Klappenerkrankung vorliegt,“, erläutert Prof. Baumgartner. 

Zum Thema

Die Abendvisite beginnt am 7. Mai um 18 Uhr in den Räumen des Regierungspräsidiums, Domplatz 1-3. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 100 begrenzt. Anmeldung erforderlich unter ' 8 34 61 25 oder per Mail an melanie.langener@ukmuenster.de.

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