Items setzt auf kreative Köpfe
Ideen, die das Leben erleichtern

Münster -

Das Unternehmen Items plant den dritte „Münster Hackathon“, feiert runden Geburtstag und beschäftigt sich mit vielen Ideen. Smart City ist ein Stichwort. Eine neue App soll die Freizeitgestaltung erleichtern.

Donnerstag, 25.04.2019, 21:00 Uhr
Ludger Hemker steht seit der Gründung von Items an der Spitze des IT-Unternehmens.
Ludger Hemker steht seit der Gründung von Items an der Spitze des IT-Unternehmens. Foto: Items

Tausende Fische verendeten im vergangenen Sommer im münsterischen Aasee. Die Idee des Gewinnerteams „Hack(a)Tonne“ setzte sich bei einem zweitägigen Wettbewerb mit zahlreichen kreativen Köpfen im Herbst genau mit dieser Problematik auseinander. Dank ihrer Technik, wenn diese mit einer Boje im Aasee eingesetzt würde, könnten die Fische wieder Luft holen.

Ludger Hemker, Geschäftsführer des Unternehmens Items an der Hafenstraße und Ausrichter des Wettbewerbs „Hackathon“, berichtet, dass das Tiefbauamt der Stadt zurzeit versuche, das Tonnen-Projekt umzusetzen. Dabei handelt es sich um eine Messtonne zur Gewässeranalytik, um einem erneuten Fischsterben entgegenzuwirken. Darüber hinaus beschäftigt sich Items aber mit noch mehr Ideen. Ziel sei es, so Hemker, die Herausforderungen des Alltags in Münster mit Impulsen und unter Einsatz der IT zu erleichtern.

Ideen, die das Leben erleichtern sollen

Der 58-Jährige steht seit der Gründung von Items vor 20 Jahren an der Spitze des IT-Dienstleisters. Mit 34 Jahren war Hemker als Leiter der IT bei den Stadtwerken in Münster eingestiegen, „um Geschwindigkeit in die Technik zu bringen“. Vier Jahre später wurde die IT als Tochterunternehmen aus den Stadtwerken ausgegründet.

Einheitliche Verbrauchsabrechnungen sind nur eines der Themen des münsterischen Unternehmens. Seit 1999 sind weitere Stadtwerke mit im Items-Boot. Sieben Gesellschafter zählt das Unternehmen heute, das an fünf Standorten vertreten ist und digitale Dienste anbietet.

Das Team um Hemker beschäftigt sich mit Ideen, die das tägliche Leben erleichtern sollen. Ein dritter „Hackaton“ soll darum in diesem Jahr ausgeschrieben werden.

„Wollen Münster lebenswerter machen"

Momentan geht es bei Items um Smart City und um ein eigenes Netz zur Daten­über­tra­gung. „Das Grundnetz steht in diesem Jahr“, sagt Hemker. Dabei werden kleine, batteriebetriebene Sensoren aufgebaut. Als Basis dienen lokale Funk­netze auf der Basis von freien Frequenzen. Der Stan­dard nennt sich „LoRaWAN“ oder Long Range Wide Area Network. „Wir wollen Münster lebenswerter machen“, fasst der Geschäftsführer sein Ziel zusammen.

Der 58-Jährige zählt eine Liste von Möglichkeiten auf, die sich mithilfe ihrer Entwicklungen vereinfachen ließen. Wenn ein Abfalleimer in der Stadt voll sei, könnte dies angezeigt werden. Damit ließen sich Wege und Personaleinsätze einsparen, so Hemker. Aber auch Lecks in Wasserleitungen ließen sich schneller lokalisieren, ebenso die Verkehrssteuerung.

Rasante Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit der Entwicklungen habe unglaublich zugenommen, betont Hemker. Mit rund 30 Mitarbeitern startete er, heute beschäftigt Items 300 Mitarbeiter, von denen 240 in Münster tätig sind. Der Geschäftsführer setzt seine Hoffnungen auf das avisierte Stadthaus 4. Wenn­gleich Items erst 2013 einen Neubau am Hafenweg bezogen hat, wo die Stadtwerke 4,9 Millionen Euro investiert haben, sei dieser Standort wieder zu klein geworden.

Ludger Hemker erinnert sich an die Startphase. Vorausgegangen war 1998 die Eröffnung des Wettbewerbs der Energieversorger. „Für uns ging es zunächst darum, IT-Kosten einzusparen.“ Jetzt geht der Job über die Dienstleistungen hinaus. Hemker wirbt für ein Pilot-Projekt, bei dem der Nutzer seine Freizeit organisieren kann. „Bevor ich 1000 Angebote durchwühle, plane ich den Ausflug über die App.“

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