Nach Vorwurf des sexuellen Missbrauchs
Stadt stellt Mitarbeiter frei

Münster -

Gegen einen Mitarbeiter der Stadt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die Verwaltung hat dem Mann das Betreten der von ihm zuvor genutzten Büroräume untersagt und ihn bis auf Weiteres freigestellt.

Donnerstag, 09.05.2019, 07:50 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 09:16 Uhr
Nach Vorwurf des sexuellen Missbrauchs: Stadt stellt Mitarbeiter frei
Auf der Suche nach Beweismitteln hatte die Ermittlungsbehörde auch den Arbeitsplatz des Beschuldigten im „Gleis 22“ des Jugendinformations- und -bildungszentrums (Jib) durchsucht. Foto: -flo-

Die Stadt Münster hat einen Mitarbeiter bis auf Weiteres freigestellt, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen ermittelt.

„Ich bin entsetzt, dass ein Beschäftigter der Stadt Münster Anlass zu einem solchen Verdacht gibt“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe. „Die Stadt unterstützt ohne Wenn und Aber die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Dem steht nicht entgegen, dass für den Betroffenen die Unschuldsvermutung gilt, so lange der Verdacht nicht erhärtet ist.“

Strafrechtliche Ermittlungen

Auf der Suche nach Beweismitteln (Mobiltelefon, Laptop, PC) hatte die Ermittlungsbehörde laut städtischer Pressemitteilung am 29. April auch den Arbeitsplatz des Beschuldigten im „Gleis 22“ des Jugendinformations- und -bildungszentrums (Jib) durchsucht. Die vorgeworfene Straftat, über die bereits berichtet wurde, soll bereits vor mehreren Jahren im privaten Bereich des Beschuldigten begangen worden sein. Es bestehe kein Zusammenhang mit seiner Tätigkeit in der Stadtverwaltung.

Die Stadt Münster hat dem Beschuldigten das Betreten der Büroräume untersagt. Sie werde die strafrechtlichen Ermittlungen weiterhin verfolgen und „engmaschig auf arbeitsrechtliche Konsequenzen bewerten“, heißt es.

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