Neue Fassade
UKM-Bettentürme ganz in Weiß

Münster -

Das Uniklinikum ist weiß geworden. An beiden Bettentürmen sind sämtliche neuen Fassadenelemente angebracht, die letzte Lücke ist geschlossen. Doch die Sanierungsarbeiten sind damit noch lange nicht beendet.

Freitag, 10.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 19:04 Uhr
Die Bettentürmen am Uniklinikum sind in den vergangenen Jahren mit mattweißen Aluminium-Fassadenelementen versehen worden.
Die Bettentürmen am Uniklinikum sind in den vergangenen Jahren mit mattweißen Aluminium-Fassadenelementen versehen worden. Foto: Matthias Ahlke

Ganz so unschuldig in Weiß, wie sich jetzt die Bettentürme präsentieren, geht es gerade an der Spitze des Universitätsklinikums Münster (UKM) angesichts der möglichen Ablösung des Vorstandsvorsitzenden nicht zu. Gleichwohl kann hinter einer der großen Dauerbaustellen der vergangenen Jahre endlich ein erster Haken gesetzt werden: Die über 60 Meter hohen Bettentürme, die weithin sichtbar sind, erstrahlen ganz in Weiß.

Das letzte Fassadenelement ist nun am Ost-Turm befestigt worden – ein großes Eckstück, das vor der Station 19 (Intensivmedizin) hängt. Die angeschmutzte Betonfassade und die vergilbten Fensterreihen gehören nach vier Jahrzehnten der Vergangenheit an.

Mit 50 Millionen Euro im Kostenrahmen

Für die Patienten wird die mattweiße Verkleidung an den 19 Stockwerken hohen Bettentürmen Vorteile haben, sobald die Krankenzimmer auch von innen saniert werden: Sie können dann die Belüftung individuell regeln und die Fenster einen Spalt weit öffnen. Auch insgesamt wird die Energiebilanz des UKM besser werden.

Fassadenwechsel am UKM

1/9
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke

Die Fassadensanierung, die ab dem Jahr 2012 vorbereitet wurde, bleibt unterm Strich mit knapp 50 Millionen Euro im Kostenrahmen und ist nur ein halbes Jahr in Verzug. Mit der Dachsanierung am West-Turm hatten die Arbeiten Ende 2015 begonnen. Im Jahr darauf begann die Fassadenmontage. Eine Gesamtfläche von fast 23 000 Quadratmeter an beiden Türmen galt es mit rund 1000 Aluminium-Elementen zu verkleiden.

Ausnahme Eckbereich

Dabei wuchs die neue Hülle Stockwerk um Stockwerk, zunächst am West- und dann am Ost-Turm: Mit einem großen Kran wurden die bis zu 1,5 Tonnen schwere Teile an die jeweilige Stelle gehievt. Die Aluminium-Module mit integrierten Fenstern sind zehn beziehungsweise 15 Quadratmeter groß. Vier von ihnen passten auf einen Lkw. Der West-Turm wurde Ende 2018 von außen saniert, nun sind auch die Fassadenteile am Ost-Turm angebracht.

Ausnahme ist der Eckbereich am Turm Ost: In Büros erfolgt bis September der Innenausbau. Zusätzlich stehen Restarbeiten in den Treppenhäusern an. Am Jahresende soll alles fertig sein.

Fehlt vor allem noch die große Innensanierung: Hier sollen die Arbeiten im West-Turm ab dem Jahr 2022 beginnen. Zuvor soll der am West-Turm angrenzende, interdisziplinäre Erweiterungsbau in Betrieb sein, in den die Intensivbereiche aus dem West-Turm verlagert werden. Die Innenbereiche des Ost-Turms sollen ab den Jahren 2027/28 folgen. Um die für diese Innensanierung notwendigen Kapazitäten zu schaffen, muss zunächst das Operative Zentrum gebaut werden. Es entsteht wohl ab dem Jahr 2022 auf dem heutigen Parkdeck.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6602719?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker