„Das Schloss rockt“ zum fünften Mal
Das Einmaleins des Heavy Metals

Münster -

Am Vorabend des ASV-Sommerfests findet bereits zum fünften Mal das Open-Air-Festival "Das Schloss rockt" statt. Wieder dürfen sich vier Bands, die sich der härteren musikalischen Gangart verschrien haben, auf der Bühne vor dem Barockbau austoben. Der Headliner in diesem Jahr lief einst beim Musiksender Viva auf Heavy-Rotation.

Donnerstag, 16.05.2019, 11:00 Uhr
„Das Schloss rockt“ zum fünften Mal: Das Einmaleins des Heavy Metals
Davinia Cano ist die Frontfrau der Symphonic-Metal-Band Angelwings. Foto: Oliver Brink/Gibraltar Music Society

Bisher hat Christopher Deninger als Mathematik-Professor und Veranstalter von „Das Schloss rockt” eher die Rechnung mit Unbekannten gemacht. Die vier Bands, die beim Open-Air-Festival vor dem fürstbischöflichen Barockbau spielen, hatten den Sprung ganz nach oben noch nicht geschafft. Doch in diesem Jahr ist es anders.

Mit Lacrimas Profundere hat Deninger einen ziemlich großen Fisch an Land gezogen: „Ich bin begeistert, weil es ja eher ein Festival für Underground-Bands ist. Aber ich habe Lacrimas Profundere in Essen gesehen und war hin und weg von der Energie, die insbesondere auch der neue Sänger Julian Larre mitbringt.”

Mit Amorphis und Paradise Lost auf einer Bühne

Das Quartett aus Oberbayern kann auf eine über 25-jährige Bandkarriere zurückblicken. Ähnlich vergleichbarer Bands entwickelte sich Lacrimas Profundere vom Doom-Metal weg. Mit einer Mischung aus Gothic-Metal und Dark-Rock war der Weg zu mehr Popularität geebnet. Ihr Song „Ave End“ war Dauerbrenner auf dem Musiksender Viva, und selbst das ZDF unterlegte einen Montagskrimi mit ihrer düsteren Musik.

Eine Verwandtschaft zu Anathema, My Dying Bride, Tristania und HIM ist nicht zu leugnen. Mit Größen wie Amorphis und Paradise Lost stand die Band um Gitarrist Oliver Nikolas Schmid bereits auf der Bühne. „Es würde mich freuen, wenn aufgrund der Band noch mehr Zuschauer kommen würden als in den vergangenen Jahren“, äußert Deninger eine leise Hoffnung.

Symphonic-Metal aus Gibraltar

Das Festival vor dem Schloss ist mittlerweile bekannt für seine musikalische Mischung. Mit Angelwings kommt Gibraltars erste Symphonic-Metal-Band nach Münster. „Ich habe die Band auf Youtube entdeckt”, sagt Deninger und ergänzt, dass sie etwas softer seien und manchmal in Richtung Pop tendieren.

Das Quintett um Keyboarder Glenn Cano hat Festival-Erfahrung und bereits Auftritte vor Saxon, Kings of Leon und Duran Duran absolviert. Seine Schwester Davinia ist nicht nur die geborene Frontfrau, sondern belegte beim Mrs.-Europe-Contest 2016 in Sotschi sogar den dritten Platz. Langsam gelingt es den Gibraltarern auch, aus dem langen Schatten ihrer Vorbilder wie Nightwish oder Evanescence zu treten.

Headliner spielt eineinhalb Stunden

Dazu gesellen sich zwei Bands aus Münster. Devil’s Ball orientieren sich am Hard-Rock von Guns’n’Roses, Skid Row und Mötley Crüe. Mit ihrem Debütalbum „Ride the Tiger“ im Gepäck werden sie vorm Schloss für reichlich Stimmung sorgen.

Eröffnen werden den Abend Prism mit einer Mischung aus Alternative-Metal und melodischem Post-Core: wuchtig und energiereich. Die ideenreichen Songs des Quartetts gehen sofort ins Ohr, trotz stellenweise harter Shouts.

Großartige Änderungen zum erfolgreichen Konzept gibt es nicht, bestätigt Deninger. Nur eine Sache ist anders: „Der Headliner spielt jetzt eineinhalb Stunden und damit länger als die anderen.“

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Das Schloss rockt, 21. Juni (Freitag) ab 17 Uhr, Schlossplatz, Eintritt frei.

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