Philipp Zrenner beim FAK
Aufgespießte Malerei

Münster -

Philipp Zrenner ist der zweite Künstler im Reigen des Jahresprogramms „Concrete Feelings“. Titel seiner Ausstellung: „Die Rechnung bitte!“.

Mittwoch, 15.05.2019, 19:08 Uhr
Rechts München auf dem neuen Kunststoff-, links Münster auf dem alten Holzfenster
Rechts München auf dem neuen Kunststoff-, links Münster auf dem alten Holzfenster Foto: Gerhard H. Kock

Maximilian Wigger, Luca Bockholt, Till Görlitz und Kai Eric Schwichtenberg laden Künstler ein, im Raum des Fördervereins Aktuelle Kunst zu leben und zu arbeiten und am Ende auszustellen: Philipp Zrenner ist der zweite Künstler im Reigen des Jahresprogramms „Concrete Feelings“. Titel seiner Ausstellung: „Die Rechnung bitte!“.

Philipp Zrenner beim Förderverein Aktuelle Kunst

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  • Philipp Zrenner ist der zweite Künstler im Reigen des Jahresprogramms „Concrete Feelings“.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Über den Schatten einer Vorgängerarbeit im Rasen (Grundriss des FAK-Ausstellungsraumes) hat Zrenner ein gebogenes Stahlrohr (gefunden am Sperrmüll !?!) aufgestellt, das die Architektur des Hauses aufgreift.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Als Maler benutzt Zrenner Alubleche als Leinwand. Die „Notiz“-„Zettel“ sollen noch wie Bons im Restaurant aufgespießt werden.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Als Maler benutzt Zrenner Alubleche als Leinwand. Die „Notiz“-„Zettel“ enthalten malerische und begriffliche Fragestellungen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Skulpturaler roter „Faden“: Zrenners Feuerlöscher.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Ein passepartoutresk „falsch“ gerahmtes Foto von Pio Rahner hat Zrenner unter die Decke gehängt.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • . . . und damit die proportional „falsche“ Positionierung des Passepartouts gesteigert.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Die Schranktüren von Tobias Heine hat Zrenner vertauscht und zu Papieren auf der linken seine Rechnungen auf die rechte Seite gepappt.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Skulpturaler roter „Faden“: Zrenners Feuerlöscher.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Den Ausblick hat Zrenner dystopiert: Auf das im FAK-Raum von Holz zu Kunststoff ausgetauschte Fenster hat er eine gentrifizierte Ecke Münchens (St.-Pauls-Pfarrkirche) geklebt, als Mahnung gleichsam, dass es dem realen Ausblick nicht so gehen möge.

    Foto: Gerhard H. Kock

Rechnungen kleben an der Wand. Nehmen Bezug. Seine Vor-„Mieter“ klebten linierte Blätter an die Wand neben die Schranktüren. Diese Arbeit von Tobias Heine hat Zrenner vertauscht und zu den Papieren auf der linken seine Rechnungen auf die rechte Seite gepappt.

Reaktion, Aktion, Reaktion – Kontinuität in der kontinuierlichen Veränderung ist der Leitgedanke. Und eigenes: Zrenner ist ein Fenster aufgefallen. Eines der fünf Holzfenster wurde gegen eines aus Kunststoff ausgetauscht. Auf dieses Menetekel hat er als Foto-Folie eine gentrifizierte Ecke Münchens (Paulskirche) geklebt, als Mahnung gleichsam, dass dem realen Ausblick keine solche Gentrifizierung widerfahren möge.

Als Maler benutzt Zrenner Alu-Bleche als Leinwand. Diese tagebuchartigen „Notiz“-„Zettel“ enthalten malerische und begriffliche Fragestellungen. Zrenner will diese Bleche noch knicken und knüllen, um sie dann auf einem Spieß zu versammlen – wie die Bons in einem Restaurant.

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Die Ausstellung wird am Samstag (18. Mai) um 19 Uhr in der Fresnostraße 8 eröffnet. Eintritt frei.

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