Aktionen zum Welthypertonietag
Gesund mit Obst und Gemüse

Münster -

Weniger Salz, mehr Obst und Gemüse – und Alkohol nur in Maßen: Wer diese Regeln befolgt, tut Gutes für seinen Blutdruck. Das wurde am Wochenende bei einer Aktion zum Welthypertonietag im Erbdrostenhof betont.

Sonntag, 19.05.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 19.05.2019, 20:01 Uhr
An Info-Ständen, wie hier bei der Selbsthilfegruppe Hypertonie, waren auch die Mediziner Ansprechpartner.
An Info-Ständen, wie hier bei der Selbsthilfegruppe Hypertonie, waren auch die Mediziner Ansprechpartner. Foto: klm

Einfach mal ein Schälchen Nüsse auf den Tisch – die haben Kalorien in sich, sind für einen gesunden Blutdruck aber hilfreich. In ihnen steckt nämlich Magnesium. „Nüsse sollten nicht stark gesalzen sein. Die Walnuss zum Beispiel hat sehr gesundes Öl“, sagte Dr. Wolfgang Clasen, Chefarzt der Inneren Medizin am Herz-Jesu-Krankenhaus.

Die Ernährung war am Samstagmittag ein Thema zur Aktion am Welthypertonietag (Hypertonie ist Bluthochdruck) münsterischer Kliniken im Erbdrostenhof. Mitten in der Stadt sollten mehr Besucher angesprochen werden, als es in den einzelnen Hospitälern an einem solchen Tag gelänge.

„Salz bindet Wasser im Körper und treibt den Blutdruck richtig hoch“, erklärte Clasen, warum salzarme Kost ratsam sei. Und zum Alkohol: „Man sollte den Genuss pflegen und nicht jeden Tag etwas trinken.“ Das Alltagsverhalten spiele eine Rolle: „Fünf Mal am Tag eine Portion Obst und Gemüse führt dem Körper Kalium zu. Das Kalium alleine senkt schon den Blutdruck.“

Bluthochdruck sei nach wie vor der entscheidende Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Folgen wie Herzinfarkt, Hirninfarkt und Nieren-, Herz- oder Sehschwäche, erklärten die Mediziner. Für Blutdruck-Patienten und Angehörige boten sie während der zweistündigen Veranstaltung Kurz-Vorträge. Im Foyer beantworteten sie im Gespräch auch individuelle Fragen. Dort stellte sich unter anderem die Selbsthilfegruppe Hypertonie vor.

Für einen gesunden Blutdruck sei die „Lebensstiloptimierung“ wichtig, sagte Prof. Dr. Dr. Eva Brand, stellvertretende Direktorin der Inneren Medizin D des Uni-Klinikums. Dazu zähle ein gesunder Body-Mass-Index. „Mit jedem Kilo, das man abnimmt, geht der Blutdruck runter“, erklärte Brand im Hinblick auf Menschen mit Übergewicht.

Auch neue Therapieverfahren waren Thema: „Früher hat man einen Wirkstoff verwendet. Heute beginnt man mit zweien. Man kann auch drei Wirkstoffe in einer Tablette vereinen“, so Brand.

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