Die zweite Schoneberg-Konzertsaison im Theater Münster
Planeten in der Abenddämmerung

Münster -

„Wir sind glücklich – das Publikum findet es gut, unsere Konzerte im Theater zu hören“, erzählt Gerlind Korschildgen, die Leiterin der Klassik-Sparte beim Konzertbüro Schoneberg. Das Programm für die zweite Saison im Großen Haus steht, und obwohl die Planung für das Konzertbüro nicht einfacher geworden ist („Wir bekommen die Termine vom Theater und müssen dann nachhören, ob die Künstler an diesen Tagen Zeit haben“), reihen sich wieder acht hochkarätig besetzte Konzerte aneinander.

Montag, 20.05.2019, 18:20 Uhr
Alice Sara Ott und Andreas Ottensamer
Alice Sara Ott und Andreas Ottensamer Foto: Esther Haase/Katja Ruge

Besonders für Fans der Klaviermusik sind mehrere Attraktionen dabei, etwa zu Beginn am 15. September das niederländische Duo Lucas und Arthur Janssen, das in der Nachwuchsreihe „Neue Namen“ begeisterte und es jetzt „richtig krachen lassen“ werde, verspricht Korschildgen. Ähnliches lässt sich über Jans Lisiecki sagen, der am 12. Januar 2020 ein Programm zum Thema „Capriccio“ spielen wird. Pianistin Alice Sara Ott hingegen hat sich für den 9. Februar ein feines Programm zwischen Debussy und Chopin mit Abendstimmung ausgedacht.

Aber natürlich kommen auch Streicher und Bläser nicht zu kurz. Stargeiger Daniel Hope und sein Begleiter Jacques Ammon treten am 13. Oktober mit amerikanischer Musik auf (die auch von Dvořák stammen kann), die Schönheit romantischer Klarinettenklänge ist am 8. Dezember bei Andreas Ottensamer gut aufgehoben. Und auf klassische Streichquartett-Kunst mögen die Schoneberg-Veranstalter keineswegs verzichten, auch wenn andere Besetzungen größeres Interesse bei Einzelkarten-Kunden erzeugen mögen. Aber wenn Cello-Star Daniel Müller-Schott das Aris-Quartett ergänzt, um am 7. Juni 2020 Schuberts Streichquintett zu spielen, dürfte das Interesse ebenso groß sein wie die dargebotene Kunst.

Zwei Künstler, die bereits in der Meisterkonzert-Reihe faszinierten, kommen erneut nach Münster: Der Schlagzeuger Alexej Gerassimez wird sich mit dem Signum-Saxofonquartett an Stücke wie Holsts „Planeten“ wagen (17. Mai 2020). Und „unser Mann in Hollywood“, Schauspieler Sebastian Koch, wird aus seinen literarisch-musikalischen Programmen wohl die „Kreutzer-Sonate“ auswählen, also Musik von Beethoven und Prosa von Tolstoi (18. April 2020).

Alle Konzerte beginnen um 18 Uhr, das Abonnement ist bereits zu haben ( ✆ 02 51 / 20 13 22 1), Einzelkarten gibt es ab 1. Juli ( ✆ 02 51 / 59 09 100). 

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