Sonderpreis für drei Schüler
Cleveres Ladenetz für Elektroautos erfunden

Münster -

Der Verband für Elektrotechnik vergab einen Sonderpreis. Drei Schüler aus Münster freuen sich über den Gewinn. Die Gymnasiasten überzeugten mit ihrer Idee für zukunftsfähige Ladestationen für Elektroautos.

Mittwoch, 22.05.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 17:16 Uhr
„Jugend forscht“-Sonderpreis-Gewinner (v.l.): Moritz Kunz, Felix Ulonska und Leonard Sondermann entwickeln ein cleveres Ladenetz für Elektroautos.
„Jugend forscht“-Sonderpreis-Gewinner (v.l.): Moritz Kunst, Felix Ulonska und Leonard Sondermann entwickeln ein cleveres Ladenetz für Elektroautos. Foto: Jugend forscht

Elektroautos gelten als eine Säule der künftigen Mobilität. Der Bau neuer Ladestationen stellt eine Herausforderung dar, denn bislang existiert in Deutschland kein flächendeckendes Ladenetz für Elektroautos, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes der Elektrotechnik (VDE). Abhilfe soll „Anchar“ schaffen, eine Idee von Leonard Sondermann (18), Felix Ulonska (18) und Moritz Kunz (18) vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium.

Mit ihrer Idee für zukunftsfähige Ladestationen für Elektroautos überzeugten die Schüler die Jury des 54. Bundeswettbewerbs von „Jugend forscht“ (wir berichteten). Sie zeichneten das Trio im Finale in Chemnitz mit dem mit 1000 Euro dotierten VDE-Sonderpreis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Elektronik, Energie- oder Informationstechnik aus.

„Das Team widmet sich einem wichtigen Zukunftsthema. Wir unterstützen mit dem VDE-Sonderpreis das Engagement von Jugendlichen im MINT-Bereich und möchten sie auf ihrem weiteren Weg in die Zukunftstechnologien aktiv begleiten“, sagt Ansgar Hinz, CEO des Technologieverbandes VDE. Es soll eine clevere Lösung für ein zukunftsfähiges System sein.

In ihrem Forschungsprojekt setzen die Nachwuchsforscher auf die Blockchain-Technologie, die auch Kryptowährungen wie der Bit­coin nutzen. „Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass er weniger anfällig für Störungen und Hackerangriffe ist“, erklärt das Team, das mit seiner Arbeit zunächst in einem naturwissenschaftlichen Projektkurs der Schule begann. Die Praxistauglichkeit prüften sie in einem Modellnetz, das aus einer kleinen Ladesäule und einem Elektro-Kettcar bestand.

„Bisherige Ladenetze sind zentralisiert aufgebaut, es gibt eine Firma, die für das Funktionieren des Lade­netzes verantwortlich ist“, beschreiben die Schüler. Im Hinblick auf die größer werdende Relevanz der Elektromobilität wollen sie die Abhängigkeit von einem einzigen Akteur aufheben und ein dezentrales Ladenetz entwickeln. Das Team erklärt: „Wir selbst versuchen die Vorteile unseres Systems durch Präsentationen zu verdeutlichen und stehen mit Firmen in Kontakt. Unsere Hoffnung ist es, dass wir durch den einfachen und kostengünstigen Zugang diese dazu bewegen können, das Ladenetz im Sinne aller Beteiligten zu dezentralisieren.“

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