Beschluss des Stadtrates
Klimanotstand ausgerufen: Stadt Münster setzt ein deutliches Zeichen

Münster -

Die Stadt Münster setzt ein deutliches Zeichen. Der Rat erklärte am Mittwochabend für die Stadt den Klimanotstand. Die städtische Klimapolitik soll weiterentwickelt werden.

Mittwoch, 22.05.2019, 21:20 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 21:31 Uhr
Zahlreiche Aktivisten des „Fridays For Future“-Protestes demonstrierten zu Beginn der Sitzung im Rathaus.
Zahlreiche Aktivisten des „Fridays For Future“-Protestes demonstrierten zu Beginn der Sitzung im Rathaus. Foto: Oliver Werner

Auch die zweimal als Klimahauptstadt ausgezeichnete Stadt Münster hat den „Klimanotstand“ ausgerufen. „Der Rat der Stadt  erklärt für unsere Stadt wie andere Städte auch den Klimanotstand“, heißt es in einem Beschluss des Stadtrates am Mittwochabend.

„Die Stadt Münster setzt damit ein deutliches Zeichen, dass die bisherige erfolgreiche städtische Klimapolitik weiterentwickelt werden muss.“

In dem Beschluss stellt der Rat fest, dass die Eindämmung des vom Menschen verursachten Klimawandels „in der städtischen Politik eine hohe Priorität besitzt und bei allen Entscheidungen grundsätzlich zu beachten ist“. Er beauftragt die Stadtverwaltung, regelmäßig – mindestens alle zwölf Monate – über die Auswirkungen und Folgen der Kohlendioxid-Emissionen und die Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen zu berichten, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. Außerdem gibt er der Verwaltung auf, Münsters ambitionierten „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ unter Berücksichtigung der Erkenntnisse und Ergebnisse anzupassen.

Die Stadt Münster konnte den Kohlendioxid-Ausstoß von 1990 bis 2017 bereits um 23 Prozent senken. Umgerechnet pro Einwohner der stark wachsenden Stadt beträgt die Reduzierung sogar 32 Prozent. Damit konnte die Entwicklung der CO-Emissionen auch vom Bevölkerungszuwachs entkoppelt werden, heißt es weiter.

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