Serie: Europa lebt in Münster
Zwischen Uniklinik und Ponyhof

Münster -

Am 26. Mai wird das Europa-Parlament gewählt. Wir stellen in einer Serie bis zum Wahltermin täglich Münsteraner aus den EU-Ländern vor. Durch sie lebt Europa in Münster. Maarja Maser kommt aus Estland und ihre kleine Tochter spricht schon fast besser Deutsch als Estnisch.

Freitag, 24.05.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 14:34 Uhr
Maarja Maser aus Estland mit ihrer kleinen Tochter Iida Marie.
Maarja Maser aus Estland mit ihrer kleinen Tochter Iida Marie. Foto: privat

Maarja Maser ist in Münster und der Umgebung häufig auf Ponyhöfen unterwegs. Grund dafür ist die Leidenschaft ihrer kleinen Tochter Iida Marie. Die Kleine ist erst drei – „aber Pferde sind ihre große Liebe“, erzählt Maarja Maser, Iida Maries Mutter.

Die ganze Familie Maser, auch Vater Andres, ist vor einem Jahr aus Estland nach Münster gezogen. Maarja Maser, ausgebildete Fachärztin für Kardiologie, bildet sich am EMAH-Zentrum des Universitätsklinikums fort, wo Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern behandelt werden. „Ich will mich für diesen Bereich spezialisieren, und große Zentren wie das hier in Münster gibt es nur sehr wenige“, erklärt Maarja Maser.

Zukunft in Estland

Sie arbeitet jetzt als Fachärztin für Kardiologie am EMAH-Zentrum. „Für mich ist das eine sehr tolle Möglichkeit“, freut sie sich. Umso besser, dass die Familie mitgekommen ist. Ehemann Andres arbeitet als Biotechnologe im niedersächsischen Holzminden und pendelt zweimal pro Woche dorthin.

Münsteraner stimmen für Europa

1/17
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever
  • Foto: Klaus Altevogt, Grafik: Ann-Kathrin Schriever

Das Töchterchen geht tagsüber in eine Kita in Münster und spricht inzwischen Deutsch fast besser als Estnisch, sagt die Mutter. Zu Hause wird aber konsequent das dem Finnischen ähnliche Estnisch gesprochen – „wir wollen in der Zukunft zurück nach Estland, damit ich mein Können dort einbringen kann“, sagt Maarja Maser.

Alle Wege mit dem Rad

Deutsch hat sie schon in ihrer Schulzeit gelernt – was den Wechsel nach Münster leicht machte. Und sonst? „Münster hat eine gute Stimmung“, fasst sie zusammen. „Richtig cool“ findet sie, dass sie hier alle Wege mit dem Fahrrad machen kann. Daheim in Tallinn, der estnischen Hauptstadt, würde sie das „eher nicht empfehlen“.

Das kleine baltische Heimatland mit 1,3 Millionen Einwohnern ist in Sachen Digitalisierung sehr fortschrittlich. „Bei uns kann man fast alles sehr leicht online erledigen, die Steuererklärung ist ganz einfach, auch die Teilnahme an Wahlen“, erklärt Maarja Maser. Bei der Europa-Wahl abzustimmen, das ist ihr „sehr wichtig. „Die meisten Esten schätzen die EU-Mitgliedschaft“, betont sie. „Es ist ein gutes Gefühl, Teil der großen Staatengemeinschaft zu sein: Zusammen ist es einfach besser als allein.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6634753?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker