Bildungsstätte im Bennohaus wird 20
Vorbild für digitale Bildung

Münster -

Als „traditionsreiche und innovative Bildungseinrichtung“ hat Regierungspräsidentin Dorothee Feller die Bildungsstätte Bennohaus gelobt, die am Freitag ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Digitale Bildung ist ein Schwerpunkt. Vorteile und Risiken der Digitalisierung wurden in einer spannenden Podiumsdiskussion beleuchtet.

Samstag, 25.05.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 25.05.2019, 14:14 Uhr
Bei der Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen der Bildungseinrichtung Bennohaus (v.l.): Geschäftsführer Jan Leye, die Leiterin des Bereichs Bildung, Sevál Kocaman, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, der langjährige Bennohaus-Geschäftsführer Joachim Musholt und die Vorsitzende des Trägervereins „Arbeitskreis Ostviertel“, Katharina Könning.
Bei der Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen der Bildungseinrichtung Bennohaus (v.l.): Geschäftsführer Jan Leye, die Leiterin des Bereichs Bildung, Sevál Kocaman, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, der langjährige Bennohaus-Geschäftsführer Joachim Musholt und die Vorsitzende des Trägervereins „Arbeitskreis Ostviertel“, Katharina Könning. Foto: hö

Ende der 90er-Jahre hatten die Initiatoren der Bildungsstätte im Bennohaus (BiB) zunächst „viel zu kämpfen und dicke Bretter zu bohren“, wie der langjährige Geschäftsführer Dr. Joachim Musholt bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Bildungsstätte am Freitag deutlich machte.

Ein Aufwand, der sich offensichtlich gelohnt hat. In der Weiterbildungslandschaft habe die traditionsreiche und zugleich innovative Einrichtung einen hohen Stellenwert, bescheinigte Regierungspräsidentin Dorothee Feller. Und: „Sie ist zudem ein gelungenes Beispiel dafür, wie digitale Bildung funktionieren kann.“

Vorbildfunktion

Es gehe nicht nur um technische, sondern vor allem um inhaltliche Medienkompetenz. Und beim Schwerpunkt Bürgermedien habe das Bennohaus Vorbildfunktion unter den Bildungsstätten. Den „offenen Bürgerkanal“ (ein selbst organisiertes Fernsehprogramm) gebe es wegen der reduzierten Landesförderung allerdings nicht mehr, entgegnete Musholt in seinem Rückblick.

In der künftigen Ausrichtung der Bildungsarbeit will das Bennohaus „jünger und grüner werden“, wie es Jan Leye ausdrückt, der im vergangenen Frühjahr die Geschäftsführung übernommen hat. Neben den bewährten Angeboten für Senioren sollen verstärkt junge Erwachsene in den Fokus genommen werden und mehr Angebote aus dem Themenfeld Nachhaltigkeit ins Programm kommen.

Digital und persönlich

Welche Vorteile, aber auch Risiken die zunehmende Digitalisierung für Bildungseinrichtungen in Münster hat, wurde bei der anschließenden Podiumsdiskussion beleuchtet. Im Rahmen des NRW-Pilotprojekts „Abitur- online“ nutzen verstärkt Schüler des Weiterbildungskollegs Münster die Möglichkeit, anhand von digital zur Verfügung gestellten Materialien zu Hause zu arbeiten, erklärte Kollegleiter Martin Klüsener. Medien seien eine wichtige Ergänzung des Unterrichts. „Der persönliche Austausch bleibt aber ebenso wichtig.“

Denn „Dialog- und Diskursfähigkeit lässt sich nicht nur digital lernen“, unterstrich Nathalie Nehues, Leiterin der Weiterbildung im Kreativ-Haus. Die Leiterin der Volkshochschule, Dr. Anna Ringbeck, warnte zudem vor der Gefahr von ,Wahrlügen’ im Internet, die sich durch vielfaches Weiterleiten verbreiten. Es gehe darum, durch entsprechende Weiterbildungsangebote „kritisches Denken in den sozialen Medien zu fördern“.

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