Juwi-Fest 2019
Traditions-Party in neuem Gewand

Münster -

Umsonst und draußen: Das Juwi-Fest ist umgezogen. Die Studierenden der juristischen und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten feiern auf dem Schlossplatz statt am Juridicum. Das bringt viele Neuigkeiten mit sich - findet auch Giulia Wahn. 

Samstag, 25.05.2019, 17:29 Uhr aktualisiert: 25.05.2019, 17:33 Uhr
Juwi-Fest 2019: Traditions-Party in neuem Gewand
Das traditionelle Juwi-Fest der Fachschaften Jura und Wirtschaftswissenschaften fand erstmals auf dem Schlossplatz statt. Foto: Pjer Biederstädt

„Es hat mehr Festival-Charakter als früher“, stellt Giulia Wahn fest, kurz nachdem sie mit den Männern vom Sound gesprochen hat. Bis zu ihrem Auftritt auf dem Juwi-Fest ist noch eine gute Stunde Zeit, und die nutzt die Sängerin, die gerade noch beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv für San Marino auf der Bühne stand, damit, sich etwas auf dem Gelände umzuschauen.

Denn die 45. Auflage des Juwi-Festes zeigt sich in merklich neuem Gewand. Schlossplatz statt Juridicum, kleinere Bands statt Top-Acts aus den Charts, freier Eintritt – das lockt auch neues Publikum an. „Ich bin viel aufgeregter hier zu spielen, als auf der großen Bühne beim ESC“, sagt Giulia Wahn. Erstens stehe sie hier mit ihrem Namen für das Vocal-House-Set, zweitens sind die Publikumsreaktionen viel unmittelbarer und dann kommt auch noch Familie vorbei. „Ich bin gespannt, ob meine Musik gut ankommt.“

Das Beste aus der Situation gemacht

Am Nachmittag kommen nicht nur Studenten, sondern auffallend viele Familien vorbei. Das Publikum ist deutlich durchmischter als in den vergangenen Jahren. Foodtrucks, Wurfspiele, ein Mann mit Riesenseifenblasen: Giulia Wahn hat recht, das Juwi-Fest hat sich verändert.

Juwi-Fest 2019

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Oder besser gesagt: musste sich verändern. Für die alte Partylocation direkt an der Juristischen Fakultät gab es keine Erlaubnis mehr. Das Ordnungsamt musste nach massivem Protest von Anwohnern einschreiten. Die studentischen Organisatoren der Juwi-Fest GmbH haben in kürzester Zeit reagiert und, nachdem das Fest schon ins Wasser zu fallen drohte, das Beste aus der Situation gemacht.  „Das Gelände hatten wir erst im Februar sicher“, erzählt Gerrit Bintz vom Orga-Team. Und ohne Sicherheiten sei so eine Organisation wegen der vielen Unwägbarkeiten eben schwierig. Band-Booking, Sponsorensuche, Verpflegung – „das war alles vergleichsweise kurzfristig“, sagt Gerrit Bintz. Giulia Wahn bekam die Anfrage beispielsweise erst sechs Wochen vor dem Termin.

Unterschiedliche Sperrstunden am gleichen Ort

Das Aus am Juridicum drückt aber nicht auf die Stimmung. Gerrit Bintz hat Verständnis für die Anwohner, sein Team hat eng mit dem Ordnungsamt zusammengearbeitet. Nur eines wundert ihn: Das Bierfest gleich nebenan darf bis 24 Uhr, das Juwi-Fest nur bis 22 Uhr stattfinden.

Macht nichts, er konzentriert sich lieber auf die Vorteile des neuen 2500-Personen-Standorts. „Das Gefühl, dort zu feiern, wo man studiert, war schon geil. Aber logistisch ist es am Juridicum eine Katastrophe. Hier ist alles viel einfacher.“ Wo das Fest im nächsten Jahr stattfinden soll, darüber werde man sich nach der Premiere vor dem Schloss Gedanken machen.

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Den Studenten Neele Saurbrey, Aline Euler und Felix Bergmann gefällt es am Nachmittag schon ganz gut. Doch was ist besser? Kleinere Bands und kostenloser Eintritt oder Top-Acts und bezahlen? Kommt auf die Bands an – so die einhellige Meinung. „Besser ist in diesem Jahr, dass man zwischendurch das Gelände mal verlassen und später wiederkommen kann“, sagt Felix Bergmann. Und genau das macht die Gruppe dann auch. Spätestens zum Headliner Jules Ahoi sind sie wieder da.

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