Zehnte Auflage des Docklands-Festivals
Tausende Elektro-Anhänger feiern bei strahlendem Sonnenschein

Münster -

Strahlender Sonnenschein beim Docklands Festival. Das Jubiläum der Veranstaltung sorgte am Samstag bei Elektro-Fans für ausgelassene Stimmung unter freiem Himmel. Im Anschluss wurde in den Clubs weitergefeiert.

Sonntag, 02.06.2019, 14:30 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 15:58 Uhr
Zehnte Auflage des Docklands-Festivals: Tausende Elektro-Anhänger feiern bei strahlendem Sonnenschein
Foto: Oliver Werner

Knappe Outfits, harte Beats und etwas Beistand von oben: Rund 13 000 Elektro-Fans haben am Samstag bei strahlendem Sonnenschein das Docklands Festival am Hawerkamp gefeiert. Die Veranstalter Pitti Duyster und Thomas Pieper sprachen in ihrer Bilanz von „einem perfekten Festival“.

Plötzlich steht er unter ihnen – Jesus. Jedenfalls nennt er sich so. Und er sieht auch so aus. Lange, wilde Haare,  dazu die extra von einem Designer aus Leinen angefertigte Robe. Der hochgewachsene 29-Jährige aus Drensteinfurt heißt eigentlich Christopher Knispel. Alle zehn Docklands Festivals habe er mitgemacht, erzählt er. Wie so viele an diesem Tag am Hawerkamp ist auch er ein Fan elektronischer Musik. Doch der Grund seines Kommens ist ein anderer. „Ich will Zusammenhalt und Liebe verbreiten, den Menschen ein gutes Gefühl geben“, sagt der Chemikant, der bei BASF Coatings in Hiltrup arbeitet, mit einem aufrichtigen Lächeln. Was sich vielleicht ein wenig abgedroschen anhört, funktioniert tatsächlich. Im Minutentakt kommen fremde Menschen zu Knispel, umarmen ihn oder bitten um ein gemeinsames Foto.

Elektronische Musik aus drei Dekaden

Doch selbstverständlich stehen bei der Jubiläumsveranstaltung des Festivals vor allem die DJs im Mittelpunkt des Geschehens.  Auffällig dabei, wie hart die auf der Main Stage, der größten der drei Bühnen, ihre Sets spielen. Wenig Glitzer und Bling-Bling, dafür viel elek­tronische Musik aus den vergangenen drei Dekaden. Mit Dominik Eulberg wartet schon um 13.30 ein erster Höhepunkt auf die Besucher. 

Zehnte Auflage des Docklands-Festivals

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Noch besser kommt danach der Berliner DJ Rødhåd an. Dabei hat er keine leichte Aufgabe, spielt er doch vor Amelie Lens, für viele so etwas wie der heimliche Headliner der Veranstaltung. Und das liegt – wie schnell zu hören ist – keineswegs daran, dass die Belgierin früher als Model für Jean Paul Gaultier auf dem Laufsteg unterwegs war. Ihr Set überzeugt ebenso wie danach Stephan Bodzin, dessen Show im vergangenen Jahr noch wegen eines Unwetters um kurz vor 22 Uhr abgerochen werden musste.

Wasser sorgt für Abkühlung

In diesem Jahr aber geht alles glatt. Den ganzen Tag scheint die Sonne, Wasser aus großen Schläuchen sorgt vor der Main Stage immer wieder für ein wenig Abkühlung bei der tanzenden Menge. Doch dort bleibt es auch heiß, als die Außentemperaturen kühler werden. Maceo Plex erinnert mit seinem Sound zum Abschluss unter freiem Himmel an längst vergangene Elektro-Tage.

„Was man hier geboten bekommt, ist schon richtig super“, urteilt schon früh  Festivalbesucher Maurice Daneski. Der 35-jährige Münsteraner ist erst zwei Tage zuvor aus Nepal zurückgekehrt. „Ich habe mir gedacht, um wieder in Münster anzukommen, gibt es doch kaum eine bessere Möglichkeit, als auf das Docklands zu gehen. Münster ist halt eine Elektro-Stadt“, befindet er. Zudem lobt Daneski die Organisation und das Line-up überschwänglich und verrät, dass Bekannte von ihm extra aus Berlin, Köln und Frankfurt den Weg nach Münster für das Docklands angetreten hätten. Ob es später noch weiter in die Clubs gehe? „Mal sehen“, lässt Daneskis Kumpel Mohammed Özbahar diese Option offen.

DJs aus aller Welt

Stunden später haben viele diese Entscheidung längst für sich getroffen. Als die letzten Bässe vor den Bühnen verstummen, strömen sie in Scharen in die angrenzen Clubs am Hawerkamp, wo noch bis zum nächsten Mittag DJs aus aller Welt auflegen. Die Spur von dem, der sich Jesus nennt, hat sich zu diesem Zeitpunkt verloren.  Aber er wohl wird wiederkommen – und ganz sicher auch viele andere nach diesem so göttlichen Jubiläum am Hawerkamp.

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