Auto-Quote in Münster
23.000 Kfz mehr in zehn Jahren

Münster -

Alle reden von der Verkehrswende und dem Ende der Auto-Ära, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Darauf weist Patrik Werner von Verkehrsclub VCD hin. Er hat sich entsprechende Statistiken der Stadt Münster angesehen.

Dienstag, 04.06.2019, 09:00 Uhr
Der dichte Verkehr wie hier am Stadtgraben hat auch damit zu tun, dass 53 Prozent der Münsteraner ein Auto haben.
Der dichte Verkehr wie hier am Stadtgraben hat auch damit zu tun, dass 53 Prozent der Münsteraner ein Auto haben. Foto: Matthias Ahlke

Das Ergebnis: 2018 kamen 534 Fahrzeuge auf 1000 Münsteraner, 2008 waren es nur 525. Das heißt: 53,4 Prozent der Einwohner verfügen über ein Fahrzeug.

Konkret waren 2018 genau 165 643 Kraftfahrzeuge in der Stadt gemeldet, 22 712 mehr als zehn Jahre zuvor. Konkret wurden gezählt: 143 295 Autos, 10 442 Motorräder, 8490 Lkw und 2439 Zugmaschinen.

Radanteil soll auf 50 Prozent steigen

In der gleichen Zeit wuchs auch die Bevölkerung, auf einen Zeitraum von zehn Jahren bezogen aber nicht so schnell wie der Autobestand. Gleichwohl lag 2011, 2012 und 2017 die „Autodichte“ über dem Wert von 2018.

Auf der politischen Ebene hat sich die Stadt vorgenommen, den Radverkehrsanteil in Münster bis 2025 von 40 auf 50 Prozent zu steigern. Das ist eine riesige Herausforderung, weil rein rechnerisch jeder Einwohner mindestens eine Autofahrt am Tag verursacht. Allein in den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Münsteraner um mehr als 10 000 gewachsen.

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