Reallabor zum Klimaschutz
Zwischenbilanz im Reallabor

Münster -

Rund 130 klimaschonende Produkte und Dienstleistungen haben die zwölf münsterischen Haushalte, die sich am Reallabor „Klimafreundliche Entscheidungen“ beteiligen, in den vergangenen Monaten getestet. Und sie sind auf den Geschmack gekommen...

Freitag, 07.06.2019, 10:00 Uhr
An vier moderierten Stationen diskutierten die Teilnehmer des Workshops über die Themen Mobilität, Wohnen und Energie, Konsum sowie Ernährung. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und Verbesserungsvorschläge entwickelt.
An vier moderierten Stationen diskutierten die Teilnehmer des Workshops über die Themen Mobilität, Wohnen und Energie, Konsum sowie Ernährung. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und Verbesserungsvorschläge entwickelt. Foto: Stadt Münster

„Die meisten Haushalte haben zur Halbzeit bereits viel mehr umgesetzt, als sie sich zu Beginn zugetraut haben“, berichtet Projektleiterin Caroline König von der städtischen Koordinierungsstelle für Klima und Energie (Klenko).

Seit Januar auf dem Prüfstand

Im Januar begannen die Haushalte, ihren Lebensalltag besonders mit Blick auf die Bereiche Mobilität, Konsum und Ernährung sowie Wohnen und Energie auf den Prüfstand zu stellen. Tatkräftige Unterstützung gab es in der ersten Projektphase von 13 Unternehmen aus Münster, die konkrete, alltagstaugliche  Angebote probeweise zur Verfügung stellten.

Neugierig, engagiert und mit viel Spaß an der Sache ließen sich die Projektteilnehmer auf viele kleine und große Experimente ein: Wie gut lässt sich ein Lastenfahrrad im Alltag bewegen? Lässt sich das elektrische Stadtteilauto in den Alltag integrieren, wo gibt es eine Elektroladesäule im Viertel? Wie kann Plastik eingespart und wie können Lebensmittel haltbar gemacht werden? Wo sind die Stromfresser im Haushalt?

Auch für die teilnehmenden Unternehmen bietet das Reallabor Chancen, berichtet die Stadt. Sie nutzen die Möglichkeit, Ideen für neue Angebote, aber auch bewährte Produkte einem Praxistest zu unterziehen. Das unterstreicht auch Linda Schulze Leusing von den Stadtwerken Münster. Sie stellte im Reallabor intelligente Stromzähler als ein Angebot zur Analyse des individuellen Stromverbrauchs vor.   

Workshop zu Erfahrungen

Über ihre bisherigen Erfahrungen, Wünsche und Ideen tauschten sich Haushalte und Unternehmen jetzt in einem Workshop aus. Es zeigte sich, dass die Teilnehmenden für mehr Klimaschutz im Alltag bereit sind, ihre Komfortzone zu verlassen und zum Beispiel das Auto häufiger stehenzulassen, Urlaubsreisen bewusster zu planen oder alte, stromfressende Elektrogeräte auszutauschen.

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