„Tag des Gartens“
Kleingarten als grüner Ort der Begegnung

Münster -

Münsters Kleingärtner sind weiter in der Erfolgsspur und die Nachfrage nach den grünen Parzellen in der Stadt ist groß. beim „Tag des Gartens“ am Pfingstsonntag wurde ein Baum gepflanzt, Ratspolitiker dankten den Kleingärtnern für ihr Engagement.

Dienstag, 11.06.2019, 14:40 Uhr aktualisiert: 11.06.2019, 14:42 Uhr
Pflanzen einen Baum in der Kleingartenanlage Wochenend-Süd am Düesbergweg: vl. Hedwig Liekefeld (SPD), Wolfgang Klein (FDP), Stadtverbandsvorsitzender Horst Stronk, Klaus Melchers (Vorsitzender Kleingärtner Wochenend-Süd) und Carsten Peters (Grüne).
Pflanzen einen Baum in der Kleingartenanlage Wochenend-Süd am Düesbergweg: vl. Hedwig Liekefeld (SPD), Wolfgang Klein (FDP), Stadtverbandsvorsitzender Horst Stronk, Klaus Melchers (Vorsitzender Kleingärtner Wochenend-Süd) und Carsten Peters (Grüne). Foto: hpe

„Kleine Gärten - große Vielfalt“, treffender hätte das Motto des Stadt- und Bezirksverbandes der Kleingärtner zum „Tag des Gartens“ am Pfingstsonntag nicht sein können. Auf dem Weg hin zum Vereinshaus der Kleingartenanlage Wochenend-Süd am Düesbergweg, zentraler Treffpunkt für die Veranstaltung, säumen Rosen den Weg. An den Lauben sind kleine Bienenhotels angebracht, Gemüsepflanzen sprießen aus dem Boden und an den Bäumen reifen langsam die Kirschen.

„Die Zeit des Gartenzwerg-Images ist längst vorbei, Kleingärtner tun heute viel für den Umweltschutz, das Klima und die Artenvielfalt“, sagt Horst Stronk, Vorsitzender des Stadtverbandes mit seinen rund 5000 Mitgliedern in 55 Gartenanlagen. Jeder gestalte sein kleines grünes Areal nach seinen individuellen Vorstellungen und leiste damit auch einen Beitrag frei nach dem Motto „Münster blüht auf.“

Kleingartenanlage geplant 

Und die Warteliste der Garteninteressenten beim Verband ist lang. Noch in diesem Jahr sollen deshalb in der Anlage Damaschke neun neue Parzellen vergeben werden, mittelfristig plant Stronk in Mecklenbeck eine Kleingartenanlage. Und in Roxel sollen 30 grüne Treffs mit Laube entstehen.

Der „Tag des Gartens“ sei eine Chance, dem Bürger das Kleingartenwesen näher zu bringen, so der Vorsitzende in seiner Begrüßung. Gemeinsam mit Ratspolitikern wird ein (noch) kleiner Kulturapfelbaum von der alten Sorte „Berlepsch“ gepflanzt.

Raum für Gärten schaffen

SPD-Ratsfrau Hedwig Liekefeld, selbst Kleingärtnerin aus Leidenschaft, wertet das grüne Engagement als „Leistung einer Gemeinschaft, die über die eigene Parzelle hinausgeht“. Kleingarten bedeute Erholung, Ökologie und sozialer Zusammenhalt im Einklang mit der Natur, für sie ein „wichtiger Beitrag für die Stadtentwicklung“. Trotz Nachverdichtung und Wohnungsbau müsse Münster auch künftig genügend Raum für neue Gärten bereitstellen, so die Politikerin.

Liekefeld: „Offenheit, Transparenz und Gemeinsinn sind Werte, die Münsters Kleingärtner auszeichnen.“ Sie erinnert auch an den jüngst vom Bundeskabinett beschlossenen Masterplan Stadtnatur. Kommunen sollen dabei unterstützt werden, die Arten- und Biotopenvielfalt in den Städten zu erhöhen, um so mehr grüne Lebensräume schaffen zu können.

Sozialer Kitt

Der grüne Ratsherr Carsten Peters, ebenfalls ein Stammgast bei den Kleingärtnern, sieht in den Gartenanlagen „gute soziale Bedingungen, die Möglichkeit der Integration und den sozialen Kitt verortet, der die Stadtgesellschaft zusammenhalte. Ebenso wie FDP-Ratsherr Wolfgang Klein: „Die grünen Lungen fördern das Miteinander.“

Beim bunten Programm mit Live-Musik wurde auch für einen guten Zweck gleich nebenan gesammelt. Am Clemenshospital soll mit dem Projekt „Pelikanhaus“ ein Wohngebäude für Familien entstehen, deren schwer erkrankte Kinder im Krankenhaus oft über Wochen und Monate stationär behandelt werden müssen. Rund 700 000 Euro für das Zwölf-Zimmer-Projekt sind zusammengekommen, benötigt werden aber 2,5 Millionen Euro, so das Hospital.

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