Vierter Ökumenischer Pilgerweg startet am Sonntag in Münster
„Lauft mit für Klimagerechtigkeit!“

Münster -

Klimaschutz ist zurzeit in aller Munde. Und jeder, dem dieses Thema besonders am Herzen liegt, kann jetzt auf einfache Weise ein Zeichen setzen: Am Sonntag (16. Juni) startet in Münster der vierte Ökumenische Klimapilgerweg – ein Lauf für mehr Klimagerechtigkeit, zu dem Interessierte eingeladen sind.

Freitag, 14.06.2019, 10:00 Uhr
Ob ein kurzes Stück oder eine Tagesetappe: Wer für Klimagerechtigkeit mitpilgern möchte, darf sich eingeladen fühlen.
Ob ein kurzes Stück oder eine Tagesetappe: Wer für Klimagerechtigkeit mitpilgern möchte, darf sich eingeladen fühlen. Foto: Simon Veith

Unter dem Motto „Lauft mit für Klimagerechtigkeit!“ wird am Sonntag (16. Juni) in Münster der Ökumenische Klimapilgerweg gestartet. Die vierte Auflage führt nach Dortmund und weiter nach Bonn.

„Die Frage, wie wir den Klimawandel stoppen können, ist die große Gerechtigkeitsfrage des Jahrhunderts“: Mit diesen Worten beschreibt die ehemalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks das Hauptziel des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit. Alle Münsteraner, die sich ganz praktisch für dieses Ziel einsetzen und einen Tag oder mehrere mitpilgern wollen, sind eingeladen zum Startschuss um 9.30 Uhr auf dem Domplatz.

Erste Etappe führt bis Rinkerode

Die erste Tagesetappe führt über rund 20 Kilometer nach Rinkerode. Dabei werden auch zwei Lamas mitlaufen – denn Mensch und Tier „sitzen“ beim Thema Klima im gleichen „Boot“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Auf dem Weg werden die Klimapilger um 11 Uhr in der Trinitatiskirche einen gemeinsamen Gottesdienst feiern und später die Nabu-Station und den Wald-Klima-Lehrpfad Hohe Ward besuchen. Übernachtet wird am Pfarrzentrum Rinkerode mit Schlafsack und Isomatte. Schweres Gepäck kann in einem Begleitfahrzeug transportiert werden.

Der Pilgerweg führt über insgesamt zwölf Tagesetappen zunächst zum Evangelischen Kirchentag in Dortmund (Ankunft Mittwoch, 19. Juni, nachmittags) und dann weiter nach Bonn. Dort wollen die Klimapilger am 1. Juli (Montag) ihre Forderungen in Form einer Resolution an Bundesumweltministerin Svenja Schulze übergeben.

Jeder, der die Ziele des Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit unterstützen möchte, ist zum Mitpilgern eingeladen – egal ob es nur eine kurze Strecke oder ganze Tagesetappen sind. Die Pilgergruppe besteht sowohl aus einer festen Gruppe von Langzeitpilgern als auch wechselnden Tagespilgern.

Ökumenische Andachten

Die Pilger besuchen laut Veranstaltern neben den „Schmerzpunkten“ auch „Kraftorte“ der Klimagerechtigkeit auf dem Weg und kommen mit evangelischen und katholischen Gemeinden und Initiativen vor Ort ins Gespräch. Sie feiern gemeinsam ökumenische Andachten und tanken Kraft im Gebet.

Unterwegs sammeln die Klimapilger Unterschriften für ihre Resolution, mit der sie ihre Forderungen – unter anderem nach Verabschiedung eines Klimaschutzgesetzes bis Jahresende, der Abschaltung von mindestens 50 Prozent aller Kohlekraftwerke bis 2025 und des sozial verträglichen Abbaus aller umwelt- und klimaschädlichen Subventionen – verdeutlichen.

Die Resolution soll offiziell vom Kirchentag in Dortmund verabschiedet werden.

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