Radstation am Hauptbahnhof feiert 20-jähriges Bestehen
Nicht mehr wegzudenken

Münster -

Die Radstation am Hauptbahnhof ist zweifellos eine Erfolgsgeschichte: Vor 20 eröffnet, ist sie heute restlos „ausverkauft“, wenn es um Dauerstellplätze geht. Auch weil sie Bahn- und Radverkehr perfekt verzahnt. Das wurde am Samstag gefeiert.

Sonntag, 16.06.2019, 20:00 Uhr
Die Einrad-Artisten vom SV Blau-Weiß Aasee sorgten für artistische Einlagen.
Die Einrad-Artisten vom SV Blau-Weiß Aasee sorgten für artistische Einlagen. Foto: Maximilian Konrad

Die Signale der Züge waren zu hören, viele Menschen befanden sich auf dem Weg zu den Gleisen: Es herrschte der gewöhnliche Trubel am Hauptbahnhof an diesem Samstagmittag.

Doch irgendetwas war anders. Da fuhren Kinder auf dem Einrad umher, und eine Band spielte am Ende des Tunnels. Der Grund: Die Radstation feierte 20-jähriges Bestehen – und das wurde mit einem kleinen Festakt zelebriert.

Lewe vergleicht Station mit dem Louvre

Michael Jansen, Bahnhofsmanager des Hauptbahnhofs, betonte in seiner Rede: „Wir können hier in Münster nicht mehr ohne die Radstation. Es ist ein Geben und Nehmen. Die Themen Rad und Bahn hängen eng zusammen.“ Einen gewagten Vergleich wählte Oberbürgermeister Markus Lewe. „Die Glaskuppel der Radstation ähnelt ein wenig dem Louvre in Paris – schließlich gibt es dort auch einen über- und einen unterirdischen Teil.“

Mitte der 1990er-Jahre begann die Erfolgsgeschichte des Fahrrad-Parkhauses. Drei Jahre dauerte es vom Baubeschluss bis zur Fertigstellung, ehe am 12. Juni 1999 die Radstation fertig war.

„Mir ist der Tag der Eröffnung noch sehr präsent“, sagte Radstation-Geschäftsführer Georg Hundt zum Startsignal des Stellplatzes, bei dem auch der damalige Bundesverkehrsminister Franz Müntefering (SPD) und die NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) vor Ort waren.

Hundt wird sein Amt des Geschäftsführers demnächst abgeben – dieses übernimmt Robin Schäfer, der vorher den Posten des Betriebsleiters inne hatte.

Weitere Radstation für die Ostseite

Da sich die Fahrräder rund um den Hauptbahnhof ballen, gibt es viele Pläne für die nahe Zukunft. Im Parkhaus am Bremer Platz finden ab Ende August 1000 Biker eine neue Unterbringungsstätte für ihren Drahtesel. Und auch eine neue Radstation soll auf der Ostseite des Bahnhofs entstehen.

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