30 Jahre Partnerschaft Münster – Rjasan
Freunde feiern mit viel Kultur

Münster -

Dass Kultur der ideale Rahmen ist, um Menschen aus unterschiedlichen Ländern miteinander zu verbinden, wurde bei der Feier des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Münsters mit Rjasan wieder einmal sehr schön deutlich. Neben den Künsten betonten alle Redner aber auch das persönliche Engagement als Grundlage dieser Freundschaft.

Mittwoch, 19.06.2019, 21:00 Uhr
Szenen eines festlichen Abends: Intendant Meinhard Zanger begrüßte die Gäste im Wolfgang-Borchert-Theater.
Szenen eines festlichen Abends: Intendant Meinhard Zanger begrüßte die Gäste im Wolfgang-Borchert-Theater. Foto: Oliver Werner

Es war ein Abend der Kultur und der Kulturen, mit viel Gesang und Theater, Lob und Dank, auf Deutsch und auf Russisch: Über 100 Gäste feierten am Dienstagabend auf Einladung der Stadt im Wolfgang-Borchert-Theater ein besonderes Jubiläum – das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Münster und dem russischen Rjasan. Zu diesem Anlass war eine hochrangig besetzte Delegation aus der russischen Partnerstadt angereist, mit ihrer Oberbürgermeisterin Yulia Rokotyanskaya an der Spitze.

Als Gäste aus der Bürgerschaft waren insbesondere alle eingeladen, die sich in die Städtepartnerschaft aktiv einbringen. Ihnen sprach Oberbürgermeister Markus Lewe Dank aus: „Ohne dieses außerordentliche Engagement würde die Städtepartnerschaft nicht so blühen, und wir würden heute nicht 30 Jahre feiern.“

Er betonte, dass die gemeinsamen Aktivitäten nicht nur aufrechterhalten, sondern ausgebaut werden sollen. Denn für den weiteren Prozess trügen auch bei Spannungen zwischen den Staaten „wir, die Akteure auf lokaler Ebene“, die Verantwortung und Sorge. Für diesen Prozess sei „nichts kostbarer als die persönliche Begegnung“.

Der menschliche Faktor ist wichtig.

Yulia Rokotyanskaya

Das betonte auch seine Amtskollegin. Was eine Stadt ausmache, seien ihre Bürger, erklärte Yulia Rokotyanskaya. „Der menschliche Faktor ist wichtig. Es liegt an uns, wie sich die Beziehungen zwischen Münster und Rjasan weiterentwickeln.“ Auch sie dankte allen für ihr Engagement für die Städtepartnerschaft – und für die herzliche Aufnahme, für sie „eine Bestätigung, dass alles stimmt in unserer Beziehung“.

Zugleich nutzte Rokotyanskaya die Gelegenheit, Markus Lewe samt Gattin nach Rjasan einzuladen – zum Jahreswechsel, da ihre Stadt zur russischen „Silvesterhauptstadt“ ernannt worden sei. „Es wird sehr kalt sein, aber unsere Gastfreundschaft wird sie aufwärmen“, versprach Rjasans Oberbürgermeisterin.

Theater, Musik und Kunst aller Couleur

Der übrige Abend war geprägt von Begegnung bei einem Sektempfang samt deutsch-russischem Imbiss und vor allem von Kultur. Denn: „Theater, Musik, Kunst aller Couleur bringt Menschen zusammen“, betonte Meinhard Zanger, Intendant des Wolfgang-Borchert-Theaters, der den Festakt mit Anna Chevtchenko als Dolmetscherin, der Vorsitzenden der Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen Münster/Münsterland, moderierte.

„Durch Kunst ist es möglich, Grenzen zu überwinden, Brücken zwischen Ländern und Kontinenten zu bauen.“ Dafür sorgten an diesem Abend der Chor der Staatlichen Jessenin-Universität Rjasan und der Konzertchor Münster, die abwechselnd, aber auch gemeinsam auf der Bühne standen, ebenso wie das Dramatheater Rjasan und das Ensemble des Wolfgang-Borchert-Theaters, die „Interkulturelles Kapustnik“ präsentierten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6706920?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker