Unterricht bei über 30 Grad
Wann gibt es für Schüler Hitzefrei?

Münster -

In dieser Woche kommt Münster ins Schwitzen. Denn bis zur Wochenmitte kratzen die Temperaturen voraussichtlich an der 40-Grad-Marke. Praktische Frage für alle Kinder, aber sicherlich auch für ihre Eltern: Ab wann bekommen Schüler eigentlich Hitzefrei? Die Bezirksregierung klärt auf.

Montag, 24.06.2019, 08:30 Uhr aktualisiert: 24.06.2019, 10:22 Uhr
Unterricht bei über 30 Grad: Wann gibt es für Schüler Hitzefrei?
Foto: Bezirksregierung Münster

„Hitzefrei!“ Ab dem Montag soll das Thermometer im Regierungsbezirk Münster voraussichtlich über 30 Grad anzeigen, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Hitzefrei gibt es, wenn der Unterricht durch hohe Temperaturen beeinträchtigt ist. Als Anhaltspunkt gilt die 27-Grad- Marke. Ist die Temperatur im Klassenraum höher als 27 Grad, darf die Schulleitung Hitzefrei geben. Unter einer Raumtemperatur von 25 Grad gibt es keinen verkürzten Unterricht. Darauf weist die Bezirksregierung hin.

In Nordrhein-Westfalen entscheidet der Schulleiter oder die Schulleiterin, ob der Unterricht verkürzt wird. Das hat das Ministerium für Schule und Weiterbildung in einem Runderlass festgelegt.

Nur Schüler der Sekundarstufe I (5. bis 10. Klasse) erhalten Hitzefrei. Für die Sekundarstufe II (Oberstufe) gilt diese Regelung nicht. Im Einzelfall können auch Oberstufenschüler vom Unterricht befreit werden, wenn bei ihnen Kreislaufbeschwerden vorliegen. Für alle gilt aber: Den Lehrkräften sollte bewusst sein, dass bei hohen Temperaturen die Schülerschaft nur vermindert leistungsfähig ist und darauf Rücksicht nehmen. „An besonders heißen Tagen sollten möglichst keine Klassenarbeiten geschrieben werden“, empfiehlt Friederike Wemmer, leitende Dezernentin für den Bereich Schulrecht der Bezirksregierung Münster.

Die Betreuung der Kinder wird von der Schule gewährleistet. Die Schüler der Grundschulen und der Klassen 5 und 6 haben bei Hitzefrei zwar keinen Unterricht, dürfen aber nur nach Absprache mit den Eltern früher nach Hause geschickt werden. „Die Schulleitungen müssen auch den Heimweg der Kinder im Blick haben und örtliche Gegebenheiten berücksichtigen, zum Beispiel, ob ein Ganztagsbetrieb vorliegt oder ob die örtlichen Busse fahren,“ sagt Friederike Wemmer.

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