Münster-Konferenz der Deutschen Rentenversicherung Westfalen
Antworten auf den digitalen Wandel

Münster -

Vertrauen, Mut, Qualifizierung waren die drei Begriffe, die die „Münster-Konferenz 2019“ der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Westfalen prägten. Begriffe, die die Antwort auf den digitalen Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und sozialer Sicherung beschreiben

Mittwoch, 26.06.2019, 11:00 Uhr
Eine der hochkarätigen Diskussionsrunden (v.l.): Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg und die Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe (CDU), Katja Mast (SPD), Moderatorin Karin Niemeyer, Johannes Vogel (FDP) und Matthias W. Birkwald (Die Linke).
Eine der hochkarätigen Diskussionsrunden (v.l.): Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg und die Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe (CDU), Katja Mast (SPD), Moderatorin Karin Niemeyer, Johannes Vogel (FDP) und Matthias W. Birkwald (Die Linke). Foto: mkl

Die Konferenz ging der Frage nach, welche Auswirkungen die Digitalisierung der Arbeitswelt unter anderem auf die Altersvorsorge haben wird, heißt es in einer Pressemitteilung der DRV.

Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Volker Verch begrüßte 120 Teilnehmer sowie Gäste aus der Bundespolitik und der Wissenschaft sowie Entscheider aus den Institutionen der sozialen Sicherungssysteme aus Deutschland und Österreich. Verch selbst setzte den ersten Impuls: „Unser Rentensystem basiert auf den Strukturen der ersten industriellen Revolution. Das war vorgestern – aber was kommt morgen und übermorgen?“

Digitale Verwaltung

Dieses „Morgen“ findet bereits im Partnerland der Konferenz statt: Estland. Die Leiterin der estnischen Wirtschaftsförderung, Riina Leminsky, stellte das digitale Musterland und dessen konsequenten Weg vor. 99 Prozent der Verwaltungsleistungen wickelten die Bürger digital ab: „Außer Heirat, Scheidung und Hauskauf kann man bei uns alles digital erledigen.“

Leminsky konnte in Sachen Umbruch der Arbeitswelt beruhigen: „Wir sind zwar eine digitale Gesellschaft. Aber wer arbeiten möchte, hat auch bei uns immer Arbeit – man muss sich nur etwas umstellen.“ Voraussetzung sei das Vertrauen der Bürger in die Digitalisierung. Und eines empfahl sie gerade der deutschen Mentalität: mehr Mut zur Veränderung, wozu sie im Gespräch mit dem Ersten Direktor der DRV Westfalen, Thomas Keck, aufrief.

Wir vergleichen zu stark mit dem Blick zurück. Aber man muss auch mal vergessen lernen, um etwas Neues aufzusetzen.

Thomas Keck

Ein Hinweis, den Keck aufnahm: „Wir vergleichen zu stark mit dem Blick zurück. Aber man muss auch mal vergessen lernen, um etwas Neues aufzusetzen.“

Wie sich die neuen Arbeitswelten für die Beschäftigten ändern werden, stellten Prof. Dr. Sascha Stowasser, Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaften, und Oliver Suchy, Projektleiter „Arbeit der Zukunft“ beim Deutschen Gewerkschaftsbund, vor. Stowasser prognostizierte, dass sich durch die neue Technik 75 Prozent der Arbeitssysteme verändern werden: „Was aber nicht heißt, dass damit auch alle Arbeitsplätze entfallen.“

Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, präsentierte, wMünster-Konferenz der Deutschen Rentenversicherung Westfalenie die Bundesregierung die Herausforderung meistern will.

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