250 Grundschulkinder singen im Landesmuseum
Modell ist ein Exportschlager

Münster -

Das Jekiss-Modell ist ein Exportschlager. Die Idee „Jedem Kind seine Stimme“ wurde in Münster geboren. 15 der 24 beteiligten Schulen gaben ein Konzert.

Montag, 01.07.2019, 09:00 Uhr
250 Grundschulkinder singen im Landesmuseum: Modell ist ein Exportschlager
Gut drauf waren die Chorleiterinnen des Jekiss-Projekts und gaben diese Stimmung ungezwungen an die Kinder weiter. Beim Song „Happy“ von Pharrell Williams unternahmen alle zusammen eine kleine Choreografie. Foto: klm

In Münster erfunden – in vielen Städten nachgemacht. Nicht ganz ohne Stolz erklärten die Ideengeber des Konzeptes „Jekiss“ („Jedem Kind seine Stimme“) im Landesmuseum, wie sehr man auch außerhalb Münsters vom Gesangsprojekt für Grundschüler begeistert sei.

15 der 24 beteiligten Schulen nahmen am Samstag an einer „XXL“-Version eines Jekiss-Auftritts für Eltern, Geschwister und Freunde teil. Im Foyer des Museum kamen nacheinander alle Schulen zusammen, um gemeinsam einen Chor aus rund 250 Stimmen zu bilden.

Das Volkslied „Alle Vögel sind schon da“ kennt jeder, es wird seit 150 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben – auch die Dritt- und Viertklässler sangen es. Los ging es zuvor mit einem eigenen Song anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Westfälischen Schule für Musik, an der Jekiss angesiedelt ist. Im Text heißt es unter anderem „Du gehörst dazu“.

Als „XXL“-Chor, also als ganz großer Chor, hätten sie nie zusammen geübt, antworteten einige Kinder auf eine Frage von Oberbürgermeister Markus Lewe. Trotzdem harmonierten die Lied-Abläufe mit versetzen Einsätzen, verschiedenen Stimmlagen und kleinen Choreografien – auch bei englischen Texten – sehr gut. Die Chorleiterinnen für die Schulen gaben erst nacheinander und später alle zusammen als Dirigentinnen Takt und Stimmung vor.

„Es ist schön, euch als Chor zu sehen und eure Stimmen zu hören“, sagte Markus Lewe. Dass keine gemeinsame Probe stattgefunden hatte, nannte er „ein Beispiel dafür, wie Gemeinschaft mit wenigen Mitteln entstehen kann. Ihr habt uns hier zusammengebracht. Ihr seid die Verbinder.“

Die Leiterin der Westfälischen Schule, Friedrun Vollmer, bedankte sich bei der Museumsleitung, dass der Auftritt dort stattfinden könne. Dank gab es auch von Jekiss-Leiterin Inga Mareile Reuther: Sie habe die Idee „für ein Projekt mit singenden Grundschulen gehabt“, sagte sie. Prof. Ulrich Rademacher, Vollmers Vorgänger, indes habe für dieses Projekt in Deutschland geworben. 1200 Musikpädagogen seien laut Reuther in Jekiss-Methoden geschult worden. „Um diese Projekt beneiden uns alle Musikschulen“, sagte Rademacher.

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