Gereizte Stimmung in der Bezirksvertretung Mitte
„Die Wahl rückt näher“

Münster -

Zwischenrufe, angespannte Redebeiträge und eine gereizte Stimmung: In der Bezirksvertretung Mitte kündigte sich – nach FDP-Lesart – bereits der Kommunalwahlkampf 2020 an. Und dabei ging es um so etwas Entspannendes wie Schwimmen.

Dienstag, 02.07.2019, 20:25 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 21:19 Uhr
Am Bäderkonzept der Stadt entzündete sich eine heftige Debatte. Wie soll es mit der Bäderlandschaft weitergehen?
Am Bäderkonzept der Stadt entzündete sich eine heftige Debatte. Wie soll es mit der Bäderlandschaft weitergehen? Foto: dpa

Die Ergebnisse waren in dieser Form zu erwarten, die Stimmung indes gab zu denken. Inmitten einer ausgesprochen gereizten Atmosphäre fällte die Bezirksvertretung Münster-Mitte unter anderem zwei wichtige Entscheidungen:

Mit den Stimmen des schwarz-grünen Ratsbündisses (bei Gegenstimmen der SPD) wurde der Sanierung der Volkshochschule im Aegidiimarkt zugestimmt. Mit den Stimmen des Bündnisses (bei Gegenstimmen von SPD, FDP und Linken) wurde auch das aktuelle Bäderkonzept beschlossen.

„Das stimmt nicht, das stimmt nicht.“

Da sich dieses Abstimmungsverhalten ganz auf der Linie anderer Gremien im Rat bewegt, überraschten die Ergebnisse nicht. Geprägt wurde die Aussprache eher dadurch, dass sich die Kommunalpolitiker gegenseitig ins Wort fielen und teilweise sehr angespannt wirkten.

Als zum Beispiel der Grüne Thomas Marczinkowski in der Aussprache auf ein Papier des schwarz-grünen Ratsbündnisses einging, keifte Martin Honderboom (SPD): „Auf Anträge, die mir nicht vorliegen, kann ich nicht reagieren.“

Als die SPD-Fraktionssprecherin Marita Otte darzulegen versuchte, dass der neuerliche Ratsbeschluss keine Verbesserung für die Bäderlandschaft bringe, zischte die neben ihr sitzende Silke Rommel (Grüne) unentwegt: „Das stimmt nicht, das stimmt nicht.“

Für lebhafte Reaktionen sorgte auch die Äußerung von Hans-Christoph Vogelberg (CDU): „Ein Spaßbad ist keine Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge.“ Marczinkowski meinte sogar: „Ich habe kein Problem damit, wenn Münsteraner auswärts ein Spaßbad besuchen.“

Der FDP-Vertreter Bernd Mayweg kommentierte die Situation so: „Man merkt, dass die Kommunalwahl näher rückt.“

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