Gesundheitsamt verfügt Behandlungspflicht
Milben bedrohen alle Bienenvölker

Münster -

Die Varroamilbe macht der Honigbiene den Garaus. Es sei denn, die Imkerinnen und Imker bekämpfen ihrerseits die Varroa-Milbe. Münsters Veterinäramt hat jetzt verfügt, dass alle münsterischen Bienenstände zu behandeln sind.

Freitag, 05.07.2019, 17:15 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 17:30 Uhr
Noch fliegen sie. Wenn sich jedoch die Varroamilbe im Bienenstock breitmacht, ist das Bienenvolk bedroht.
Noch fliegen sie. Wenn sich jedoch die Varroamilbe im Bienenstock breitmacht, ist das Bienenvolk bedroht. Foto: Ralf Steinhorst

Alle Bienenstände im Gebiet der Stadt Münster müssen gegen Varroamilben behandelt werden. Das Gesundheits- und Veterinäramtes der Stadt hat eine entsprechende Verfügung erlassen. Die flächendeckend in ganz Deutschland verbreitete Milbe gilt laut Mitteilung des Amts als der weltweit bedeutendste Schädling der Honigbiene. Zwei Behandlungen sind vorgeschrieben: im Sommer zwischen dem 12. Juli und 12. August, im Herbst zwischen dem 13. September und 2. Oktober.

Bienenvölker, die von dem Parasiten befallen sind, werden geschwächt. „Ohne Bekämpfung kann die Varroatose nach wenigen Jahren zum Zusammenbruch des gesamten Bienenvolks führen“, sagt Amtstierarzt Dr. Giovanni Serra. „Durch Weiterverbreitung der Milbe zwischen den Bienenvölkern könnte ohne eine Behandlung der gesamte Bienenbestand gefährdet werden“, so der Leiter der Fachstelle Veterinärangelegenheiten.

Veterinäramt informiert Imker

Die Behandlung habe mit einem zugelassenen Arzneimittel zu erfolgen. Das Gesundheits- und Veterinäramt informiert alle ihm bekannten Imker aus Münster in einem Schreiben über die vorgegebenen Behandlungen und die zugelassenen Mittel. Der Wortlaut der „Allgemeinverfügung zur Behandlung von Bienenvölkern gegen die Varroatose (Varroose)“ ist online veröffentlicht – ebenso wie die Liste der zugelassenen Arzneimittel.

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