Bevölkerungswachstum
Schon bald 330.000 Einwohner in Münster?

Münster -

Münster hat aktuell 310.000 Einwohner. Prognosen gehen davon aus, dass Münster bis 2030 auf 330.000 und mehr Einwohner wachsen wird. Trotz vereinzelter Kritik an diesen Prognosen geht Oberbürgermeister Lewe weiterhin von einer starken Dynamik aus.

Dienstag, 09.07.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 12:15 Uhr
 
 

Als Grund für das Festhalten an der Wachstumsprognose nannte Lewe bei der Sommerpressekonferenz unter anderem die jüngste Entscheidung des Bundes, Münster zum Standort einer Batterieforschungsfabrik zu machen. Bereits jetzt sei klar, dass sich eine Reihe von Unternehmen aus der Batteriebranche nach dieser Standortentscheidung ebenfalls in Münster ansiedeln werde. Von den positiven Effekten für die Hochschulen ganz zu schweigen. Der Wohnungsbau wird laut Lewe deshalb auch weiterhin oberste Priorität auf der Aufgabenliste haben. Die Stadt sei inzwischen in der Lage, das vor einigen Jahren festgelegte Ziel von 2000 neuen Wohnungen im Jahr auch einzuhalten. Auch die Schaffung von 300 Sozialwohnungen im Jahr gelinge inzwischen.

Lewe bekräftigt „sozial-gerechte Bodennutzung“

Ausdrücklich bekräftigte er in diesem Zusammenhang die Vorgaben des Projektes „sozial-gerechte Bodennutzung“. Lewe: „Das ziehen wir extrem streng durch.“ Das Programm verpflichtet alle Investoren, bei Bauvorhaben mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen zu berücksichtigen.

Das Bevölkerungswachstum werde auch städtebauliche Veränderungen nach sich ziehen, so Lewe weiter: „In der wachsenden Stadt muss man mit Nachverdichtung rechnen.“

Wichtig dabei sei es aber, den Zusammenhalt in der Bevölkerung zu erhalten. Gleichwohl haben die Konflikte in den Quartieren in den vergangenen Jahren zugenommen, etwa in der Aaseestadt , am Markweg oder im Hansaviertel .

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