Nesterova, Schröer und Tomasoni im Krameramtshaus
Druckgrafik kann alles

Münster -

Malerei, Aquarell, Zeichnung – Druckgrafik kann alles. Den Eindruck kann der Besucher der Ausstellung „Print, Print, Print“ gewinnen.

Mittwoch, 10.07.2019, 18:12 Uhr
Die drei Grafiker aus der Ateliergemeinschaft Breite Gasse (v.l.): Corinna Schröer, Maximilian Tomasoni und Anastasiya Nesterova zeigen im Krameramtshaus die Breite und Vielfalt der Druckgrafik.
Die drei Grafiker aus der Ateliergemeinschaft Breite Gasse (v.l.): Corinna Schröer, Maximilian Tomasoni und Anastasiya Nesterova zeigen im Krameramtshaus die Breite und Vielfalt der Druckgrafik. Foto: Gerhard H. Kock

Malerei, Aquarell, Zeichnung – Druckgrafik kann alles. Den Eindruck kann der Besucher der Ausstellung „Print, Print, Print“ gewinnen. Immer wieder zeigt das städtische Kulturamt im Krameramtshaus die Leistungsstärke der münsterischen Grafikerszene. Mit Anastasiya Nesterova, Corinna Schröer und Maximilian Tomasoni wird diesmal zudem die Breite künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten sichtbar.

Das Trio hat einiges gemeinsam: Schüler von Prof. Wolfgang Troschke am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster, Mitglieder der „Ateliergemeinschaft Breite Gasse“; nicht zuletzt teilen die drei Kunstschaffenden und Dozenten die Begeisterung für die Ausdrucksform Druckgrafik, mit der sich eben zeichnerische, aquarellige und malerische Effekte erzielen lassen.

„Print Print Print“ im Krameramtshaus

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Radierung, Lithographie, Linolschnitt, handkolorierter Digitaldruck – bei Maximilian Tomasoni mischen sich gleich mehrere Techniken virtuos. Seine Porträts sind ein gutes Beispiel. Aus Platzmangel entstanden vor Jahren jene Digitaldrucke (mal Laser, mal Inkjet), die Tomasoni mit dem Rasiermesser nachbearbeitet und handkoloriert hat. Der Rechner ermöglicht das feine Überblenden von Sandra Maischberger mit dem Antlitz von Caesar oder Churchill, der Künstler entscheidet den Grad und akzentuiert mit Schaben und Farben dadurch ein neues eigenständiges Porträt, das sich an ästhetischen Maßstäben misst. Ähnlich ist sein Hunde-Trio gehalten – ein amüsantes Typen-Kabinett.

Anastasiya Nesterova zeigt Farbholzschnitte im Verfahren der „verlorenen Form“, das heißt, alle Farben wurden mit einer, bei ihr oft ungewöhnlich großen, Holzplatte gedruckt. Ihre Motive sind oft „maritim“ – von der Insel Sylt bis zu Münsters Hafen. Ihre neueren Arbeiten sind fast abstrakt, wenn sie Raps- oder Spargelfelder auf Farbfelder mit wenigen Strukturen reduziert. Herrscht hier Ruhe, ja Stille, tragen die älteren Arbeiten aus Münsters Hafen mit ihren kristallinen Mustern viel Energie in sich, wirken expressiv und aufregend.

Corinna Schröer wiederum nutzt für ihre Farbholzschnitte mehrere Platten und viele Eindrücke, die sie in ihrem Bildgedächtnis sammelt, um sie als reine Gestaltungselemente in ihre Arbeit einfließen zu lassen. Nur gelegentlich lassen sich die Quellen der Muster und Strukturen noch wiedererkennen – keine Absicht, aber für den Betrachter ein reizvolles Spiel an den Grenzen seiner gegenständlichen Vorstellungen. Denn immer erdeutet sich der Kopf aus Sinneseindrücken eine Welt.

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Die Ausstellung wird am Donnerstag (11. Juli) um 10 Uhr im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6/7, eröffnet und ist bis zum 8. September zu sehen.

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