Arbeiten an der B54
Die nächste Sperrung kommt

Altenberge -

Immer wieder müssen auf der B 54 Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Vor wenigen Wochen wurde ein Abschnitt der Bundesstraße in Höhe von Altenberge auf Vordermann gebracht. Wesentlich umfangreicher sind die Arbeiten, die ab Anfang September durchgeführt werden. Dafür wird die B 54 in Richtung Gronau komplett gesperrt.

Mittwoch, 17.07.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 18.07.2019, 19:40 Uhr
Dauerbaustelle: Derzeit wird auf der B 54 in Höhe von Nienberge gearbeitet. Dort ist die Straße nur einspurig befahrbar. Mit weitaus größeren Verkehrsbehinderungen ist ab September zu rechnen. Dann wird die Bundesstraße von Nienberge bis Altenberge für zwei Monate komplett gesperrt.
Dauerbaustelle: Derzeit wird auf der B 54 in Höhe von Nienberge gearbeitet. Dort ist die Straße nur einspurig befahrbar. Mit weitaus größeren Verkehrsbehinderungen ist ab September zu rechnen. Dann wird die Bundesstraße von Nienberge bis Altenberge für zwei Monate komplett gesperrt. Foto: mas

Die B 54 kommt einer Dauerbaustelle gleich – zumindest in einigen Teilabschnitten zwischen Münster-Nienberge und Steinfurt. Die Spuren, die Pkw und Lkw auf der viel befahrenen Bundesstraße hinterlassen, sind unübersehbar. Kurz vor den Sommerferien wurde zuletzt ein Abschnitt der B 54 in Höhe von Altenberge auf Vordermann gebracht. Vollsperrung an zwei Wochenenden waren dafür erforderlich. Der Verkehr wurde wie immer in solchen Fällen über die Münsterstraße in Altenberge umgeleitet – lange Staus gehören dazu.

Enormer Sanierungsbedarf

Doch der Sanierungsbedarf ist noch viel größer: Voraussichtlich ab Anfang September wird die B 54 in Fahrtrichtung Gronau von den Anschlussstellen Nienberge bis Altenberge komplett gesperrt. „Wir müssen eine umfangreiche Sanierung durchführen“, sagt Claudia Scholten vom Landesbetrieb Straßen.NRW, Niederlassung Münsterland, auf Anfrage unserer Zeitung. Und das auf der kompletten Länge von Nienberge bis Altenberge. Die Autofahrer müssen sich auf eine zweimonatige Sperrung ab Nienberge einstellen, kündigt Claudia Scholten weiter an. Das heißt, der Verkehr wird über Nienberge und Altenberge umgeleitet. Das dürfte zu erheblichen Behinderungen rund um Altenberge führen.

1,5 Millionen Euro für Hochwasserschutz

Während im Zuge der jüngsten B-54-Sperrung in Höhe von Altenberge nur die Oberfläche erneuert wurde, wird im September die komplette Tragschicht ausgetauscht. Aufgrund der umfangreichen Arbeiten habe sich Straßen.NRW für die Sanierung an einem Stück entschieden, so Claudia Scholten.

Derzeit müssen Verkehrsteilnehmer, die aus Münster kommend die B 54 in Richtung Altenberge fahren, noch mit einem Engpass in Höhe der Abfahrt Nienberge leben, die seit Anfang Juni gesperrt ist. Die Stadt Münster investiert hier rund 1,5 Millionen Euro in den Hochwasserschutz und die ökologische Verbesserung der Hunnebecke. Ein 150 Meter langes Stahlbetonrohr mit einem Durchmesser von 2,4 Meter wird unter der B 54 verlegt und das vorhandene Rohr ersetzen, das nur einen Durchmesser von 1,20 Meter hatte.

Vollsperrung bis Anfang September

Die Hunnebecke entspringt nördlich von Nienberge und fließt über den Krummen Bach in die Aa. Sie ist ein scheinbar harmloses, weitgehend begradigtes Gewässer, das kaum auffällt. Nicht so am 28. Juli 2014. Damals gingen binnen sechs Stunden 290 Millimeter Regen über Münster nieder. Vor allem im Nordwesten der Stadt kam es zu extremen Überschwemmungen. In Nienberge trat die Hunnebecke über die Ufer und überflutete große Teile des Wohngebiets Waltruper Weg nördlich der Anschlussstelle an die B 54.

Der neue Durchlass unter der B 54 soll „den Hochwasserschutz grundlegend verbessern“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Münster. Voraussichtlich Ende August/Anfang September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6788642?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker