Verbindungsbrücke bei Brillux wurde eingebaut
Brückeneinbau ist Millimeterarbeit

Münster -

Die neue Brücke, die zwei Gebäude der Firma Brillux über der Weseler Straße verbindet, ist 40 Meter lang und wiegt 120 Tonnen. Der Einbau war vor allem eins: Millimeterarbeit.

Sonntag, 21.07.2019, 18:00 Uhr
Mit zwei großen Kränen wurde die Verbindungsbrücke vom Brillux-Gelände über die Weseler Straße gehoben.
Mit zwei großen Kränen wurde die Verbindungsbrücke vom Brillux-Gelände über die Weseler Straße gehoben. Foto: Thomas M. Weber

Der Stein, der Dr. Heinrich Bökamp am Sonntag vom Herzen gefallen ist, war „sehr groß“. Mit seinen Kollegen hat der Diplom-Ingenieur zugesehen, wie die neue Brücke, die zwei Gebäude der Firma Brillux verbinden soll, über die Weseler Straße gehoben wurde.

Zentimeter um Zentimeter wurde die 40 Meter lange und 120 Tonnen schwere Brücke in die Luft gehoben und zwischen den beiden Gebäuden rechts und links der Weseler Straße platziert. Die Straße wurde dafür voll gesperrt.

Die gewölbte Fußgängerbrücke, die durch buntes Glas auffällt, soll das Firmengebäude auf der einen mit dem neuen Gästehaus „B-Wohnen“ auf der anderen Straßenseite verbinden. Der Hintergrund: Für die Gäste stehen ausschließlich Parkplätze auf dem Unternehmensgelände zur Verfügung.

Wohnumfeld und Verkehr nicht belasten

Wie Peter König, geschäftsführender Gesellschafter bei Brillux sagt, sei es dem Unternehmen wichtig gewesen, „das Wohnumfeld unserer Nachbarn nicht zu beeinträchtigen und die Verkehrssituation zu entlasten“. Zudem sei die Brücke für die Gäste des „B-Wohnen“ der sicherste Weg, um zwischen Gästehaus und Firmengelände zu wechseln.

Brillux baut Brücke über die Weseler Straße

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  • Mit zwei Kränen wurde die Brücke über die Weseler Straße gehoben, die dafür extra gesperrt wurde.

    Foto: Thomas M. Weber
  • Die Brücke ist 40 Meter lang und 120 Tonnen schwer.

    Foto: Thomas M. Weber
  • Große Erleichterung herrschte bei den Mitarbeitern nach dem gelungenen Manöver.

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  • Ein zusätzlicher Träger stützt die Brücke ab.

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  • Viele Schaulustige hatten sich an den Bauzäunen versammelt.

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  • Foto: Anna Spliethoff
  • Foto: Anna Spliethoff
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  • Foto: Thomas M. Weber
  • Foto: Thomas M. Weber

Hunderte Schaulustige – darunter auch viele Mitarbeiter des Unternehmens – hatten sich am Sonntagmorgen an den Absperrgittern versammelt. Die Spannung stieg, als die Motoren der beiden großen Kräne ansprangen.

Das muss auf den Millimeter genau passen. Sonst ist die Brücke am Ende noch zu kurz.

Diplom-Ingenieur Dr. Heinrich Bökamp

Mit einer Traglast von 700 und 450 Tonnen sollten die Kräne die gebogene Brücke in ihre finale Position zwischen die beiden Gebäude bringen. Schon aus sicherer Entfernung wirkte es wie Millimeter-Arbeit. Und das war es auch, wie Heinrich Bökamp im Anschluss sagte: „Das muss auf den Millimeter genau passen. Sonst ist die Brücke am Ende noch zu kurz.“

Und es passte genau: Knapp 40 Minuten dauerte das Manöver über einer der sonst wohl am stärksten befahrenen Straßen der Stadt. Mit Smartphones und Kameras hielten viele Schaulustige die spektakulären Szenen fest.

Wie Bökamp nachher zufrieden feststellte, sei „alles nach Plan“ verlaufen. Bökamp selbst war Jurymitglied bei dem kombinierten Ingenieur- und Architektenwettbewerb, dessen Ergebnis die Brücke ist.

Schlicht, aber gut aussehend

Der Gewinnerentwurf des Ingenieurbüros „Gantert + Wiemler“ aus Münster und dem Architekturbüro „Vervoorts & Schindler“ aus Bochum hat laut Bökamp durch seine Schlichtheit überzeugt: „Es ist eine intelligente Lösung, die nicht nur die Funktion erfüllt, sondern auch gut aussieht.“ Die anderen eingereichten Vorschläge seien deutlich größer gewesen.

Doch die Brücke war auch eine Herausforderung, wie Bökamp erläuterte. Zum einen, weil sie zu großen Teilen aus Glas bestehe, das keine Tragkraft habe. Und auch die enorme Krümmung sei aus statischer Sicht eine Besonderheit. Und vor allem notwendig, damit auch künftig Lkw und Busse die Weseler Straße nutzen können.

Ein bisschen Bauchkribbeln gehört einfach dazu.

Frank Dusny, Leiter der Marketing-Abteilung bei Brillux

„Brücken bauen ist immer ein ganz besonderes Ereignis“, blickte Bökamp nach dem Manöver zufrieden zur bunten Brücke hinauf. Und auch sein Kollege Frank Dusny, Leiter der Marketing-Abteilung bei Brillux atmete einmal tief durch. Und sagte: „Ein bisschen Bauchkribbeln gehört einfach dazu.“

Das Gästehaus B-Wohnen

Im Jahr 2016 hat Brillux am Standort Münster eine Akademie gegründet. Nach Angaben des Unternehmens kommen Mitarbeiter unabhängig von ihrem Einsatzort für Aus- und Weiterbildungen nach Münster. Im Gästehaus B-Wohnen sollen die Schulungsteilnehmer der Akademie und auch Gäste standortnah untergebracht werden. Das Gästehaus besteht laut einer Mitteilung aus drei zusammenhängenden Atriumhäusern mit insgesamt 60 Zimmern und Appartements. Das Gästehaus soll im Herbst 2019 eröffnet werden.

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