AStA kritisiert Exzellenz-Strategie
„Für eine in der Breite ausfinanzierte Uni-Landschaft“

Münster -

Während am Freitag quer durch Deutschland die Mitarbeiter diverser Universitäten live bangten, ob ihre Hochschule für die nächsten Jahre den Namen „Exzellenzuniversität“ führen und damit verbunden viele Fördergelde einstreichen darf, kritisiert der AStA der Uni Münster die gesamte Strategie.

Montag, 22.07.2019, 07:30 Uhr
 
  Foto: Oliver Werner

Der AStA kritisiert in einer Pressemitteilung das Konzept der sogenannten Exzellenzstrategie des Bundesforschungsministeriums. „Wir stehen für eine in der Breite ausfinanzierte Uni-Landschaft und stehen der Exzellenzinitiative grundsätzlich kritisch gegenüber“, so Nikolaus Ehbrecht, Vorsitzender des AStA der Universität Münster.

Der Titel „Exzellenzuniversität“ bedeute vor allem eines: Fördergelder in Millionenhöhe. Durch eine solche Elitenförderung laufe man Gefahr, dass das Bildungssystem sich in zwei Klassen auseinanderdividiere, führt Co-Vorsitzende Anna Holeck aus.

Bildungschancen werden gegeneinander ausgespielt

„Man spielt die Bildungschancen von Studierenden an einigen wenigen Eliteuniversitäten gegen die restlichen, chronisch unterfinanzierten, Hochschulen gegeneinander aus. Es müssen an jeder Hochschule genügend Mittel zur Verfügung stehen, dass eine qualitativ hochwertige Lehre angeboten werden kann, ohne dass an anderer Stelle, beispielsweise bei der Bezahlung von studentischen Hilfskräften, gespart werden muss“, heißt es weiter.

Am Freitag hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung elf Hochschulen mit dem Titel „Exzellenzuniversität“ ausgezeichnet. Dass sich die Uni Münster nicht darunter befindet, nehme der AStA dennoch mit Bedauern zur Kenntnis. Die Bemühungen um die Förderung hob Ehbrecht positiv hervor.

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