Landwirte im Gespräch mit Oberbürgermeister Markus Lewe
Ansprüche auf einen Nenner bringen

Münster -

Im regelmäßigen Austausch sind Münsters Landwirte und der Oberbürgermeister schon seit langem. Markus Lewe könnte sich allerdings noch mehr vorstellen: einen Landwirtschaftsbeauftragten in seiner Verwaltung. Der Kreisverband kann sich dies gut vorstellen.

Montag, 22.07.2019, 08:30 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 08:50 Uhr
Landwirte treffen die Verwaltung (v.l.): Stadtrat Matthias Peck, Andreas Nienaber (Amt für Immobilienmanagement), Heiner Bruns (Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit), Susanne Schulze Bockeloh (Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes), Heinz-Georg Hartmann (Kreislandwirt), Oberbürgermeister Markus Lewe und Henrik Lütke Brintrup (stv. Vorsitzender des Kreisverbandes).
Landwirte treffen die Verwaltung (v.l.): Stadtrat Matthias Peck, Andreas Nienaber (Amt für Immobilienmanagement), Heiner Bruns (Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit), Susanne Schulze Bockeloh (Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes), Heinz-Georg Hartmann (Kreislandwirt), Oberbürgermeister Markus Lewe und Henrik Lütke Brintrup (stv. Vorsitzender des Kreisverbandes). Foto: pd

50 Prozent der Stadtfläche werden von Landwirten bewirtschaftet, Stadt und Land sind nah beieinander. Daher sei es gute Praxis, dass sich Vertreter der Landwirtschaft regelmäßig mit Oberbürgermeister Markus Lewe und Verantwortlichen der Verwaltung austauschen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes.

„Die Landwirtschaft ist aus Münster nicht wegzudenken. Hier werden hochwertige Lebensmittel erzeugt und die Landwirte sichern durch ihre Arbeit unsere wunderschöne und charakteristische Kulturlandschaft“, machte Lewe deutlich. Die Landwirte begrüßen ausdrücklich das Ansinnen Lewes, einen Landwirtschaftsbeauftragten in der Verwaltung zu etablieren, heißt es weiter.

Ansprüche aller Beteiligten überein bringen

Der Landwirtschaftsbeauftragte könnte an der Schnittstelle zwischen der Landwirtschaft und den einzelnen Ämtern einen konstruktiven Beitrag leisten. „Gerade in diesen Tagen brauchen wir einen Ansprechpartner, der sich dafür stark macht, die gesellschaftlichen, politischen und landwirtschaftlichen Ansprüche überein zu bringen und somit Münsters Zukunft effektiv zu gestalten“, verlieh Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, diesem Wunsch des Berufsstandes Nachdruck.

In der wachsenden Stadt spiele das Thema Flächenverbrauch eine zentrale Rolle, denn für Wohnbebauung und Infrastrukturmaßnahmen würden allzu oft landwirtschaftliche Nutzflächen in Anspruch genommen. Pro Jahr gehen im Stadtgebiet 100 Hektar landwirtschaftliche Fläche verloren, heißt es weiter.

Zusammenarbeit mit Stadtwerken vertiefen

Die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken soll weiter vertieft werden. Hier habe die Landwirtschaft ein enormes Potenzial und gute Möglichkeiten, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern.

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