Nach Koran-Schändung
Vager Hinweis auf Verdächtigen

Münster -

Im Fall der beschädigten Koran-Ausgaben in der Moschee am Meßkamp ermittelt die Polizei. Inzwischen gibt es die vage Beschreibung eines Verdächtigen.

Montag, 22.07.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 15:59 Uhr
Nach Koran-Schändung: Vager Hinweis auf Verdächtigen
(Symbolbild) Foto: dpa

Wegen beschädigter und geschändeter Koran-Ausgaben in der Moschee am Meßkamp ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben wegen Gemeinschädlicher Sachbeschädigung. In dem muslimischen Gebetshaus war, wie berichtet, ein Koran in die Toilette geworden worden. Außerdem waren aus in der Moschee ausliegenden Koran-Schriften Seiten herausgerissen worden.

Die Ermittlungen gestalten sich nach Angaben der Polizei aber schwierig, weil die Moschee für jeden öffentlich zugänglich sei. Die Tat hat sich nach jetzigem Stand zwischen dem Morgen- und Mittagsgebet ereignet. Bislang gibt es laut Polizei nur einen vagen Hinweis auf eine verdächtige Person.

Erste Täter-Beschreibung

Die Ermittler suchen demnach nach einem Mann, der 27/28 Jahre alt sein soll. Er sei etwa 1,70 Meter groß und habe eine normale Statur. Die Person habe arabisch gesprochen, heißt es. Der Verein Islamisches Kulturzentrum (IKZ) in Münster, der die Moschee am Meßkamp unterhält, sprach am Wochenende von einem „Anschlag“ und appellierte an alle Muslime, sich nicht provozieren zu lassen.

Die Polizei teilt die Einordnung des Sachverhalts eines Anschlag durch das IKZ nicht. In der Vergangenheit diente ein Kulturverein im Umfeld der Moschee am Meßkamp nach Einschätzung des Verfassungsschutzes als Anlaufstelle für extremistische Salafisten.

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