Entwicklung Oxford-Quartier
1,6 Millionen für Leuchtturmprojekt

Münster-Gievenbeck -

Warmer Geldregen aus Düsseldorf: Das Land fördert bei der Entwicklung des Oxford-Quartiers den geplanten Umgang mit dem Niederschlagswasser mit 1,6 Millionen Euro. Denn die Methode ist gut fürs Klima.

Montag, 22.07.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 17:08 Uhr
Das Projekt der Mulden, künftig unter anderem am Uhrenturm zu finden.
Das Projekt der Mulden, künftig unter anderem am Uhrenturm zu finden. Foto: Kéré Architecture

Diese Dimensionen, diese Größe und Weitläufigkeit beeindrucken sogar die politische Prominenz. Entsprechend entlockt es Ursula Heinen-Esser ein erstauntes „fantastisch“. Gemeinsam mit Stadtbaurat Robin Denstorff, Regierungsvizepräsident Dr. Ansgar Scheipers sowie Vertretern aus der städtischen Verwaltung ist die NRW-Umweltministerin auf dem Weg zum sogenannten Uhrenturm der ehemaligen Oxford-Kaserne. Im Gepäck hat die Landespolitikerin einen Förderbescheid in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Damit unterstützt das Land die „klimaangepasste Entwicklung“ des neuen Quartiers.

Im Düsseldorfer Ministerium lobt man den künftigen Umgang mit dem Niederschlagswasser. Das soll in Zukunft nicht mehr einfach in den Kanal geleitet werden. Vielmehr ist vorgesehen, das Wasser durch offene Rinnen in sogenannte Retentionsmulden zu leiten. Diese Mulden dienen als Zwischenspeicher des Wassers, bevor es versickert oder verdunstet. Die Verdunstung soll sich positiv auf das Kleinklima auswirken und kann laut Umweltministerium „bei sommerlicher Hitze zur Absenkung der Umgebungstemperatur beitragen“.

Besondere Freude bei der Ministerin

In Düsseldorf meint man, dass der Rückhalt des Regenwassers auf der Fläche, die Steigerung der Versickerung und Verdunstung die Überflutungsgefahr im Starkregenfall mindere. „Mit Maßnahmen wie diesen können wir den Wasserhaushalt wieder natürlicher gestalten“, so Ministerin Heinen-Esser. Gleichzeitig werde ein lebendiges und lebenswertes Quartier gestaltet. „Besonders freuen mich die Überlegungen der Stadt, dieses modellhafte Vorgehen langfristig in die stadtplanerischen Prozesse einfließen zu lassen.“

Zuständig für die Umsetzung der städtebauliche Entwicklung der ehemaligen Oxford-Kaserne wie auch der York-Kaserne ist die Konvoy GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Mit Hilfe der Förderung will die Stadt den Ansatz der wassersensiblen Stadtentwicklung im neuen Quartier umsetzen. „Klimaanpassung ist ein wichtiges Thema für die Stadtentwicklung in Münster. Besonders für die Reaktivierung der Oxford-Kaserne freut es mich, dass innovative Quartiersentwicklung sich auch in innovativer Regenwasserbehandlung ausdrücken wird“, so Robin Denstorff.

Gegen zahlreiche Projekte durchgesetzt

Die Landesförderung begründet sich darin, dass sich die Stadt Münster an einem Projektaufruf „Kommunaler Klimaschutz NRW“ beteiligt hatte. Mit der Strategie „Nachhaltig wachsen: Münster klimagerecht gestalten“ setzte man sich gegen zahlreiche andere Projekte – unter anderem aus dem energetischen Bereich – durch. Jetzt erhält Münster aus Mitteln der Europäischen Union aus dem Fonds für regionale Entwicklung und NRW-Mitteln die betreffende Förderung.

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