Katholischer Frauenbund KDFB knüpft an „Maria 2.0“ an
„Maria, schweige nicht!“: Aktion für partnerschaftliche Kirche

Münster -

„Maria 2.0“ war ein voller Erfolg. Der Diözesanverband Münster des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) möchte dass es weitergeht – und ruft eine eigene Aktion ins Leben.

Mittwoch, 31.07.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 10:10 Uhr
Die Aktion „Maria 2.0“ erfuhr im Frühjahr viel Resonanz. Daran möchte „Maria, schweige nicht“ anknüpfen.
Die Aktion „Maria 2.0“ erfuhr im Frühjahr viel Resonanz. Daran möchte „Maria, schweige nicht“ anknüpfen. Foto: Matthias Ahlke

Der Diözesanverband Münster des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) beteiligt sich an der Aktion „Maria, schweige nicht!“, die der Bundesverband zum Festtag Maria Magdalena am 22. Juli gestartet hat. „Wir führen damit das Anliegen der Initiative „Maria 2.0“ fort und unterstreichen unser langjähriges Engagement für eine geschwisterliche und zukunftsfähige Kirche, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind“, erklärt Gabriele Feldmeier-Thiemann, Vorstandsmitglied des Diözesanverbandes.

„Viele Frauen leiden daran, dass ihre Begabungen und Fähigkeiten so wenig wertgeschätzt werden“, stellt Gabriele Feldmeier-Thiemann fest. Für sie sei es nicht länger hinnehmbar, dass die vielfältigen Dienste, die Frauen in der Kirche übernehmen, gerne in Anspruch genommen werden, dass sich aber die Rolle und Bedeutung von Frauen in der Kirche nicht ändert.  „Wir wollen nicht mehr schweigen. Wir wollen laut und deutlich sagen, was sich ändern muss, wenn die Kirche nicht noch mehr Frauen und Männer verlieren will.“

Abbau hierarchischer Strukturen

Zentrale Aspekte der Aktion „Maria, schweige nicht!“ sind laut einer Pressemitteilung des Frauenbundes „sprechen, beten, tragen“.  Das soll auch in den sozialen Medien unter dem Hashtag „#mariaschweigenicht“ sichtbar werden, weitere Informationen befinden sich auf der Website der Aktion.

Mit Blick auf die Veränderung und Zukunftsfähigkeit der katholischen Kirche fordert der KDFB die Bischöfe zu grundlegenden Reformen auf. Dazu gehöre wesentlich der gleichberechtigte Zugang aller Getauften und Gefirmten zu den Sakramenten und Ämtern, der Abbau hierarchischer Strukturen sowie eine kirchliche Sexualmoral, die den vielfältigen Lebensentwürfen von Menschen gerecht wird, heißt es weiter.

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