Aktion im Botanischen Garten
Ein Pate für die Münster-Rose

Münster -

Seit April vergibt der Botanische Garten Pflanzenpatenschaften - mit großem Erfolg. Mehr als 200 Personen haben bereits eine solche Patenschaft abgeschlossen. Das Geld, das die Aktion in die Kassen der Einrichtung spült, soll in neue Projekte fließen.

Donnerstag, 01.08.2019, 09:00 Uhr
Prof. Dr. Torsten Porsch (l.) hat mit seiner Familie die 200. Patenschaft für eine Pflanze im Botanischen Garten übernommen – und zwar für die Münster-Rose. Im Hintergrund (v.l.): Prof. Dr. Kai Müller, Petra Bölling und Dr. Dennise Stefan Bauer.
Prof. Dr. Torsten Porsch (l.) hat mit seiner Familie die 200. Patenschaft für eine Pflanze im Botanischen Garten übernommen – und zwar für die Münster-Rose. Im Hintergrund (v.l.): Prof. Dr. Kai Müller, Petra Bölling und Dr. Dennise Stefan Bauer. Foto: Matthias Ahlke

Prof. Dr. Torsten Porsch hat ein Herz für Pflanzen, genauer: für Rosen, noch genauer: für die Münster-Rose. Und so entschied sich der Psychologe, der an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung lehrt, zusammen mit seiner Familie, die Patenschaft für die Strauchrose „Rose von Münster“ (Rosa cultivar) im Botanischen Garten zu übernehmen.

„Im Botanischen Garten kommen Natur und Wissenschaft zusammen – und Besucher jeden Alters. Das muss man unterstützen“, sagt Porsch. Seit April vergibt der Botanische Garten gegen Beträge von 50 bis 5000 Euro jährlich Pflanzen-Patenschaften. Porsch war Pate Nummer 200, mittlerweile gibt es bereits 216.

55 Alumni der Uni als Paten

Weitere Patenschaften sind willkommen: Im Garten hinter dem Schloss gibt es rund 8000 Arten, „da ist also noch Luft nach oben“, sagt der Leiter des Botanischen Gartens, Prof. Dr. Kai Müller. Die sollen allerdings nicht alle einen Paten bekommen – schließlich wird vor jede Pflanze ein kleines Schild mit dem Namen des Unterstützers gestellt. Bei 8000 Arten würde man vor lauter Schildern kaum noch die Pflanzen erkennen.

Dass sich nach nur drei Monaten mehr als 200 Paten gefunden haben, ist für Petra Bölling, Leiterin der Stabsstelle Universitätsförderung, ein großer Erfolg. „Unter den Paten sind allein 55 Alumni der Universität, die Unterstützer kommen aus Teneriffa und Belgien, Schwerin und Frankfurt an der Oder.“ Und natürlich auch aus Münster.

Pläne zur Veränderung

Potenzielle Paten können die Internetseite pflanzenpate.de nach geeigneten Pflanzen durchsuchen – und eine Patenschaft per Mausklick abschließen. Für ein Jahr, aber auch für immer. Das Geld, betonen Müller und sein Mitarbeiter Dr. Dennise Stefan Bauer, komme künftigen Projekten der WWU-Einrichtung zugute. „Der laufende Betrieb ist finanziert“, sagt Müller, „aber für innovative Neuerungen brauchen wir die Mittel, die wir mit den Patenschaften einnehmen.“

Neuer Barfußpfad im Botanischen Garten

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  • Im Botanischen Garten der Universität haben die beiden Auszubildenden Marie Bäumker und Johanna Wennemar einen Barfußpfad angelegt. Foto: Matthias Ahlke
  • Im Botanischen Garten der Universität haben die beiden Auszubildenden Marie Bäumker und Johanna Wennemar einen Barfußpfad angelegt. Foto: Matthias Ahlke
  • Im Botanischen Garten der Universität haben die beiden Auszubildenden Marie Bäumker und Johanna Wennemar einen Barfußpfad angelegt. Foto: Matthias Ahlke
  • Im Botanischen Garten der Universität haben die beiden Auszubildenden Marie Bäumker und Johanna Wennemar einen Barfußpfad angelegt. Foto: Matthias Ahlke
  • Im Botanischen Garten der Universität haben die beiden Auszubildenden Marie Bäumker und Johanna Wennemar einen Barfußpfad angelegt. Foto: Matthias Ahlke
  • Im Botanischen Garten der Universität haben die beiden Auszubildenden Marie Bäumker und Johanna Wennemar einen Barfußpfad angelegt. Foto: Matthias Ahlke

Zum Beispiel für Veränderungen am Pelargonienhaus. Hier soll künftig auch die wissenschaftliche Forschungssammlung präsentiert werden – dafür sind einige bauliche Veränderungen erforderlich.

Wunderbarer Duft

Zurück zur „Rose von Münster“, die es Prof. Porsch so angetan hat. Die gibt es erst seit fünf Jahren, berichtet Müller. Sie ist das Geschöpf eines Züchters aus Herdecke, gilt als besonders blühfreudig und duftet geradezu wunderbar. „Wir werden sie mit unserer Familie künftig regelmäßig besuchen“, verspricht der frisch gebackene Pate. Dabei dürfte Familie Porsch sicherlich auch noch dem ein oder anderen der mehr als 200 (Tendenz: stark steigend) Paten begegnen.

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