Auswertung der AOK Nord-West
Immer weniger Versicherte nutzten Hautkrebs-Screening

Münster -

Münsteraner nutzen immer weniger das Hautkrebs-Screening. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK Nord-West.

Donnerstag, 01.08.2019, 21:00 Uhr
Beim Hautkrebs-Screening sucht der Arzt den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab – wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken.
Beim Hautkrebs-Screening sucht der Arzt den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab – wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Foto: AOK

Das Hautkrebs-Screening wird in Münster immer weniger genutzt. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK Nord-West. Danach gingen im vergangenen Jahr lediglich 14,3 Prozent der AOK-Versicherten zur Früherkennung von Hautkrebserkrankungen, heißt es in einer Pressemitteilung der Krankenkasse.

Der Anteil der Frauen lag mit 53 Prozent höher als der der Männer (47 Prozent). Über die Jahre ist ein kontinuierlicher Rückgang zu beobachten. 2015 lag die Quote noch bei 16,6 Prozent. „Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Daher raten wir unbedingt, die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Hautkrebs-Früherkennung zu nutzen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Pisula.

Frühstadien erkennen

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten. Nach den aktuellsten Zahlen des NRW-Krebsregisters erkrankten landesweit im Jahr 2015 mehr als 53 800 Menschen neu an Hautkrebs, etwa zu gleichen Teilen Männer und Frauen. Außerdem wurden 775 Todesfälle registriert.

Durch das Hautkrebs-Screening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Das ist umso wichtiger, da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht. Das Hautkrebs-Screening ist eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut. Da die Haut so gut zugänglich ist wie kein anderes menschliches Organ, sind die verschiedenen Krebsarten bereits im Frühstadium gut zu finden.

Heilung möglich

Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, denn dann ist die Krankheit fast vollständig heilbar.

Das Hautkrebs-Screening übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre für ihre Versicherten vom 35. Geburtstag an, heißt es weiter.

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