Land investiert sieben Millionen Euro
Sanierung der Schloss-Fassade soll 2022 abgeschlossen sein

Münster -

Sieben Millionen Euro investiert das Land in die Sanierung der Außenfassade des Schlosses. Aktuell wird am Südflügel gearbeitet, Nord- und Hauptflügel sollen bis 2022 folgen. Nicht so gut sieht es für die dringend erforderliche Innensanierung aus.

Donnerstag, 01.08.2019, 19:00 Uhr
Restaurator Jürgen Michalski untersucht den Figurenschmuck des Schlosses auf Schäden. Bis 2022 soll die Außensanierung des barocken Gebäudes abgeschlossen sein.
Restaurator Jürgen Michalski untersucht den Figurenschmuck des Schlosses auf Schäden. Bis 2022 soll die Außensanierung des barocken Gebäudes abgeschlossen sein. Foto: Matthias Ahlke

Die Sanierung des Schlosses ist bislang sowohl im Kosten- als auch im Zeitrahmen. Dies betonte am Donnerstag Architekt Jörg Preckel vom Büro Pfeiffer/Ellermann/Preckel, das für das Projekt verantwortlich ist. Als „Probesanierung“ bezeichnet der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) als Auftraggeber die seit einigen Wochen im Südflügel laufenden Arbeiten.

„Probe“ bedeutet allerdings nicht, dass hier Sanierungsmethoden getestet werden, so BLB-Sprecherin Rebecca Keller. Vielmehr sollen auf der Basis der Erfahrungen, die hier gesammelt werden, die Arbeiten im Nord- und im Hauptflügel geplant werden.

Auch Innensanierung ist notwendig

Bis zum Herbst wird die Sanierung des Südflügels abgeschlossen sein, so Wolfgang Lutterbey, der beim BLB für Hochschulbauten verantwortlich ist. 2020 folgt dann der Nordflügel, 2021 werden die Ostseite des Hauptflügels sowie ein Teil seiner Westseite erneuert, 2022 die übrige Westfassade.

Insgesamt werden in den kommenden vier Jahren vom BLB rund sieben Millionen Euro in die Außensanierung des Barockschlosses investiert. Dringend erforderlich ist sowohl nach Einschätzung von Preckel als auch des BLB eine Innensanierung – doch für die fehle bislang das Geld, so Lutterbey. Und so ist sie „in den kommenden Jahren kein Thema“, betont Uni-Sprecher Norbert Robers.

 

Die Außenfassade des Schlosses wird saniert

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Beim Wiederaufbau nach dem Krieg wurde sehr gutes Holz verwendet, eine amerikanische Pinienart.

Architekt Jörg Preckel

Zurück zu den laufenden Arbeiten. Bis 2022 werden unter anderem mehr als 400 Fenster aufgearbeitet. Ausgetauscht werden muss kein einziges, betont Preckel: „Beim Wiederaufbau nach dem Krieg wurde sehr gutes Holz verwendet, eine amerikanische Pinienart.“

Ungleich größer ist der Aufwand bei der Sanierung der Fassade, die nach Schätzungen von Preckel noch etwa zu zwei Dritteln aus barocker Originalsubstanz besteht. Der Rest wurde in den 1950er-Jahren hinzugefügt. An welchen Stellen in welchem Umfang Steine ersetzt oder ergänzt werden oder im aktuellen Zustand verbleiben können, werde eng mit den Denkmalschützern von Landschaftsverband und Bezirksregierung abgestimmt, so Preckel.

Zurück zum Ursprung

Der Architekt betont, dass es seit dem Wiederaufbau des Schlosses nach dem Krieg keine einzige Komplettsanierung der Fassade gegeben habe, sondern lediglich Teilsanierungen – die vieles noch schlimmer machten. So sei die Fassade in den 1970er-Jahren nach außen wasserdicht gemacht worden – mit der Folge, dass Feuchtigkeit aus dem Gebäude nicht austreten konnte, im Winter gefror und Steine zum Platzen brachte. Bei der nun laufenden Sanierung werde hingegen auf „ursprüngliche Materialien, ursprüngliche Techniken und Handwerker, die ihre Arbeit beherrschen“, gesetzt, betont Preckel.

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