Webserie aus dem Münsterland
Auf der Suche nach den „morbiden Ecken“

Münster -

Sechs Wochen lang war ein sechsköpfiges Filmteam in Münster und dem Münsterland unterwegs. Das Ergebnis ist eine Webserie, die im Frühjahr 2020 zu sehen sein wird.

Freitag, 02.08.2019, 12:30 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 13:24 Uhr
Am Set im LWL-Industriemuseum Bocholt (v.l.): Regisseur Mark Lorei, Drehbuchautorin Cecilia Röski, Fabian Nolte (Hausdiener), Lisa Sophie Laurent (Krankenschwester), Milena Straube (Luise von Kummerveldt), Wolf Danny Homann (Dr. Büchner) und Produktionsleiterin Lotte Ruf
Am Set im LWL-Industriemuseum Bocholt (v.l.): Regisseur Mark Lorei, Drehbuchautorin Cecilia Röski, Fabian Nolte (Hausdiener), Lisa Sophie Laurent (Krankenschwester), Milena Straube (Luise von Kummerveldt), Wolf Danny Homann (Dr. Büchner) und Produktionsleiterin Lotte Ruf Foto: Stadt Münster

Die Dreharbeiten für die Webserie „Haus Kummerveldt“ sind abgeschlossen. Sechs Wochen lang war ein 30-köpfiges Filmteam im Münsterland unterwegs, drehte im Rüschhaus, auf Burg Hülshoff, Burg Vischering, im Haus Welbergen, rund um das Haus Runde und schließlich im LWL-Industriemuseum in Bocholt.

Die „Sahnestücke des Münsterlands“, wie Regisseur Mark Lorei seine Drehorte laut einer Pressemitteilung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bezeichnet, boten „Idylle durch und durch“. Aber das junge Filmteam ging auf die Suche nach den „morbiden Ecken“, um mit modernem audiovisuellen Look und schneller Erzähltechnik ein junges Publikum für historische Motive zu begeistern. Als studierter Historiker will Mark Lorei „abklopfen, was das 19. Jahrhundert uns zu sagen hat“.

Historisches vermitteln

Er erzählt die Geschichte einer Emanzipation. Luise von Kummerveldt möchte frei von Zwängen und Konventionen als Schriftstellerin arbeiten und leben, stößt dabei doch ständig an die Grenzen der patriarchalischen Ordnung der wilhelminischen Kaiserzeit.

Parallel wurde eine begleitende zweite Serie gedreht. Aus der Sicht der Figuren aus „Haus Kummerveldt“ wird der historische Kontext vermittelt. Dafür holte der Regisseur bekannte Youtuber mit ins Boot.   

Bereits jetzt lässt sich über viele kurze Filme und Bilder vom Set auf den Social-Media Kanälen ein Eindruck gewinnen, was bei „Haus Kummerveldt“ zu erwarten ist. In sechs zehnminütigen Folgen soll „Haus Kummerveldt“ dann ab Anfang 2020 als Webserie unter anderem auf Youtube präsentiert werden. Der „Filmservice Münster.Land“ unterstützt die Produktion.

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