Kein Rückzug von der Manfred-von-Richthofen-Straße
Bundeswehr bleibt – Wohnungsbaupläne geplatzt

Münster -

Die Bundeswehr wird ihre Liegenschaft an der Manfred-von-Richthofen-Straße nun doch nicht aufgeben. Das teilte jetzt das Bundesverteidigungsministerium mit. Die Entscheidung hat auch Auswirkungen auf die Wohnungsbaupläne der Stadt.

Samstag, 03.08.2019, 16:00 Uhr
Die Bundeswehr wird ihre Liegenschaft an der Manfred-von-Richthofen-Straße nun doch nicht aufgeben.
Die Bundeswehr wird ihre Liegenschaft an der Manfred-von-Richthofen-Straße nun doch nicht aufgeben. Foto: Matthias Ahlke

Die Bundeswehr wird – anders als geplant – nun doch nicht ihre Liegenschaft an der Manfred-von-Richthofen-Straße aufgeben. Das Grundstück, auf dem sich bis 2010 das Lufttransportkommando befand, soll auch künftig vom Heer genutzt werden, teilte das Bundesverteidigungsministerium jetzt mit. Bundesweit soll noch ein Dutzend weiterer Liegenschaften entgegen der ursprünglichen Pläne erhalten bleiben.

„Nach fast zweieinhalb Jahrzehnten des Schrumpfens wächst die Bundeswehr wieder. Die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen haben sich geändert. Landes- und Bündnisverteidigung steht als gleichberechtigte Aufgabe neben den Einsätzen der Bundeswehr im Rahmen des internationalen Krisenmanagements. Darauf haben wir mit den Trendwenden Personal, Material und Finanzen reagiert. Mehr Personal und Material bedeuten auch mehr Bedarf an weiterer Infrastruktur“, begründet das Ministerium die Entscheidung. „Mit den getroffenen Entscheidungen schaffen wir eine weitere Voraussetzung für eine einsatzbereite, bündnisfähige und flexible Bundeswehr. Den betroffenen Kommunen geben wir Planungssicherheit.“

Stadt muss Pläne streichen

Für die Stadt Münster bedeutet dies, dass sie die Fläche an der Manfred-von-Richthofen-Straße wieder aus dem Wohnbaulandprogramm streichen kann. Dort war sie unter dem Punkt „perspektivische Flächensicherung“ geführt worden. „Wir hatten die Fläche als Option für eine Wohnbebauung gesehen“, so Dezernent Robin Denstorff. Rund 240 Wohneinheiten hätte man dort errichten können. Dass sich das Ministerium gegen eine Freigabe der Fläche entschieden hat, ist laut Denstorff „schade, aber nicht überraschend“. Gleichwohl hätte die Stadt das Areal gerne entwickelt.

Über die Zukunft einer weiteren Bundeswehr-Fläche – die Blücher-Kaserne an der Einsteinstraße – steht die Entscheidung noch aus. Hier hat bereits die Universität ihr Interesse an einer Folgenutzung bekundet.

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