Gestern fand der zehnte Friedenslauf des „S4acw“-Vereins statt
Nach Osnabrück für den Frieden

Münster -

Wer von Münster nach Osnabrück will, nimmt normalerweise Bus, Auto oder Bahn, wer fit ist vielleicht noch das Fahrrad. Beim Friedenslauf am Montag machten sich zahlreiche Sportler vom Kiepenkerl-Viertel aus zu Fuß in die niedersächsische Stadt auf. Die knapp 60 Kilometer liefen sie für einen guten Zweck, wie Organisator John McGurk sagt: „Wir sammeln dieses Jahr Geld für ‚Die Arche’”. In Osnabrück sei ein Gebäude für die Organisation geplant, „noch suchen wir aber einen passenden Ort”.

Montag, 05.08.2019, 20:36 Uhr
Vor der Statue des Kiepenkerls, einem symbolischen Ort, schickte Bürgermeister Gerhard Joksch (l.) die Läufer auf die 60 Kilometer lange Strecke.
Vor der Statue des Kiepenkerls, einem symbolischen Ort, schickte Bürgermeister Gerhard Joksch (l.) die Läufer auf die 60 Kilometer lange Strecke. Foto: Anna Girke

Zum zehnten Mal fand die Spendenaktion statt. In den ersten Jahren liefen die Sportler von Osnabrück nach Münster, seit zwei Jahren haben Start und Ziel gewechselt. McGurk erklärt wieso: „Wir versuchen alle mit einzubeziehen und aktuell kommen mehr Läufer aus Niedersachsen.“

Die Strecke ist der Prozessionsweg, auch ein Symbol für den Frieden. Aber nicht nur Läufer aus Osnabrück und Münster waren dabei. „Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise kommt aus München“, sagt der Organisator.

Als Startpunkt wurde die Kiepenkerl-Statue ausgewählt, ein symbolischer Ort, wie McGurk sagt: „Damit wollen wir an die Amokfahrt am Kiepenkerl im letzten Jahr erinnern.“ Der Lauf hat für ihn eine besondere Bedeutung: „Gerade heutzutage ist Frieden ein wichtigeres Thema denn je.“

Bevor die Sportler losliefen, gab es Brötchen und Kaffee zur Stärkung, Bürgermeister Gerhard Joksch lieferte schließlich das Startsignal. Mit Glückwünschen und einem Händeklatschen als Startschuss schickte er um 8.15 Uhr die Läufer auf die erste Etappe, planmäßige Ankunft in Osnabrück war um 16.30 Uhr.

Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Kiepenkerl-Verein, vertreten durch Martin Stracke. Gregor Wöstmann von der Spiekermann AG aus Osnabrück, ebenfalls Unterstützer, war optimistisch: „Ich bin mir sicher, dass wir auch in diesem Jahr wieder über 4000 Euro zusammenbekommen.“ Oft würden Sponsoren an der Strecke auch spontan hinzukommen.

Der ehemalige Profisportler John McGurk organisiert mit dem von ihm 2008 gegründeten Verein „Sportler for a childrens World“ jährlich den Friedenslauf, um für Hilfsprojekte Spenden zu sammeln. Und er freut sich schon auf das nächste Jahr, denn: „Der Friedenslauf wird jedes Jahr besser.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6830243?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker