Tank mit Frank und 50 Jahre Woodstock
Peace und Pommesgabel

Münster/Greven -

Die Musik aus Woodstock in Kombination mit dem Kultfestival „Tank mit Frank“ – das hört sich zunächst an, als passe es nicht zusammen. Doch die zwei Tage am Max-Klemens-Kanal wurden für diejenigen, die kamen, zu einem faszinierenden Happening.

Sonntag, 11.08.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 11.08.2019, 15:09 Uhr
Zwei Tage herrschte bei den Musikfans, die an den Max-Klemens-Kanal gekommen waren, richtig gute Laune. Das Wetter hielt, die Organisation erwies sich als gelungen und die Bands hielten, was sich jeweils mehr als Tausends Besucher pro Tag davon versprochen hatten.
Zwei Tage herrschte bei den Musikfans, die an den Max-Klemens-Kanal gekommen waren, richtig gute Laune. Das Wetter hielt, die Organisation erwies sich als gelungen und die Bands hielten, was sich jeweils mehr als Tausends Besucher pro Tag davon versprochen hatten. Foto: Oliver Werner

Als ihm jemand zuruft, dass die Woodstock-Veteranen Miller Anderson und Leo Lyons gerade hinter der Bühne zusammenstehen, kann es für Günter Dowidat gar nicht schnell genug gehen. Der Brochterbecker, der eigentlich Landschaftgärtner ist, am Wochenende aber sowohl für „Tank mit Frank“ als auch für „50 Jahre Woodstock“ verantwortlich zeichnet, lässt alles und alle stehen und liegen und rennt so schnell er kann in den Backstagebereich, um ein Foto zu ergattern. Das wäre natürlich nur eine Randnotiz, würde sie nicht so viel darüber aussagen, warum am Freitag und Samstag Tausende Musikfans am Max-Klemens-Kanal erst zu harten Rocksongs und einen Tag später zur Musik des Über-Festivals Woodstock feiern konnten. Als Jugendlicher sei er in den USA von der Musik geprägt worden, noch heute sei er fasziniert – „und“, sagt Günter Dowidat fast entschuldigend, „ein bisschen verrückt muss man wohl auch sein“.

50 Jahre Woodstock

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Unterschätzter Konzerthöhepunkt vor den Toren Münsters

Vier Bands bringen währenddessen am Samstag Songs von insgesamt 23 in Woodstock aufgetretenen Künstlern auf die Bühne. Einen Tag zuvor lassen es 13 Rockbands bei Tank mit Frank bereits richtig krachen. Was sich zunächst als zwei Veranstaltungen mit ziemlicher geringer Schnittmenge liest, erweist sich spätestens am Samstagnachmittag als ein ebenso gelungener wie unterschätzter Konzerthöhepunkt vor den Toren Münsters.

Songs von Canned Heat, Grateful Dead und Jimi Hendrix

„Man muss mitnehmen, was man vom Leben geschenkt bekommt“, sagt Ellen Döpper, während sie am Samstagnachmittag gut gelaunt auf ihrer Picknickdecke tanzt. Mit ihrer Tochter Delphina (21) ist die 59-jährige extra aus dem Weserbergland nach Westfalen gekommen. Die richtige Entscheidung, wie sie einräumt: „Es ist total klasse, alles gut organisiert und das Wetter ein Geschenk des Himmels“, sagt sie. Die zwischenzeitlich aufgezogenen dunklen Wolken gepaart mit starken Windböen, die so manchen an die Schlammschlacht beim echten Woodstock-Festival erinnert haben mögen, haben sich da längst verzogen. Ausgelassen feiert die Menge im Sonnenschein zu Songs von Canned Heat, Grateful Dead oder Jimi Hendrix.

„Tank mit Frank“ auf der Kippe

Nicht weniger gut ist die Stimmung schon am Vortag bei „Tank mit Frank“. Die Kultveranstaltung des Festivalgründers Frank Averbeck erlebt nach der Absage im vergangenen Jahr 2019 eine Auferstehung, auf die sich ganz offenbar viele freuen, die aber auch nur möglich ist, weil am Tag danach die Blumenkinder bei den Rockern­ einfallen. „Wie es nächstes Jahr weitergeht, müssen wir sehen“, sagt Averbeck am Freitag gut gelaunt. Sein größter Wunsch ist dabei längst in Erfüllung gegangen: „Ich kann mich bei Günter nur bedanken, dass er das hier möglich gemacht hat, und, das war meine Bedingung, dass Tank mit Frank so bleiben konnte, wie es immer war.“ Soll heißen, so wenig Kommerzialisierung wie möglich, der Fokus liegt auf der Musik, die weit über 1000 Besucher, genaue Zahlen lagen noch nicht vor, so schätzen.

Festival „Tank mit Frank“ 2019

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Schwedinnen treffen den Nerv des Publikums

Vor allem die Headlinder wie Fiddler‘s Green und Kissin Dynamite finden Beachtung. Den am meisten bejubelten Auftritt des Tages aber feiern Thundermother. Die schwedische Band, die ausschließlich aus Frauen besteht und sich selbst als „die lautesten Mädchen der Welt“ bezeichnet, trifft den Nerv des Publikums.

Gut an kommt bei den Rock-Fans auch, dass die Musik ohne Pause ertönt. Denn wird auf der Hauptbühne umgebaut, wird auf einer kleineren Nebenbühne losgelegt. Dort treten auch „No Shelter.“ auf. Die Band mit dem Grevener Sänger Basti Maslanka sagte sofort zu, als sie die Anfrage von „Tank mit Frank“ ereilte. „Die Stimmung ist so familiär, toll, dass es das hier wieder gibt“, sagt Maslanka und verspricht grinsend: „Wir rocken jetzt das Set ab, und dann wird mit Frank getankt.“

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