Behörden sehen Versorgung gesichert
Trockenheit lässt Grundwasserstand sinken

Münster -

Es fehlt immer noch sehr viel Regenwasser. Einige private Grundwasserpumpen im nördlichen Stadtbereich sollen bereits trockengefallen sein.

Dienstag, 20.08.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 18:26 Uhr
Das Wasserwerk Hornheide besteht seit 1973. In Hornheide, an der Haskenau und in Gittrup fördern zwölf Pumpen Trinkwasser.
Das Wasserwerk Hornheide besteht seit 1973. In Hornheide, an der Haskenau und in Gittrup fördern zwölf Pumpen Trinkwasser. Foto: spe

Das Regendefizit der vergangenen eineinhalb Jahre hat auch Konsequenzen für die Grundwasserstände im Raum Münster. Sie sind gesunken – allerdings nicht so stark, dass die Versorgung mit Grundwasser gefährdet ist, berichtet das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv), das rund um Münster mehrere Messstellen betreibt.

Meldungen über private Grundwasserpumpen im nördlichen Stadtbereich, die inzwischen trockengefallen sein sollen, bezeichnet das Lanuv als „Einzelfälle“. Vermutlich reichen diese Brunnen nicht tief genug in den Boden, so ein Behördensprecher.

Viel zu wenig Regen

Auch nach eineinhalb Jahren Trockenheit und trotz leicht sinkender Pegel sei in Münster noch ausreichend Grundwasser vorhanden, so das Lanuv. Indes: Die Vorräte seien groß – „aber nicht unendlich“. An die Bürger appelliert der Behördensprecher, „die Ressource Wasser wertzuschätzen“. Daran änderten auch die Niederschläge vom Wochenende nichts. „Es fehlt sehr, sehr, sehr viel Regen“, betont er – mindestens 250 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Am Samstag und Sonntag kamen gerade mal 16 Liter vom Himmel.

Auch die Stadt Münster überprüft an mehreren Stellen den Grundwasserstand, berichtet der Leiter des Grünflächenamtes, Heiner Bruns. Und auch er berichtet, dass bislang nur einzelne Trinkwasser-Hausbrunnen trockengefallen seien. „Haushalte, die auf Grundwasser angewiesen sind, legen in der Regel Brunnen an, die sehr tief reichen, um auf Nummer sicher zu gehen“, so Bruns.

Stabile Trinkwasser-Versorgung 

Nach seinen Angaben gibt es rund 1000 Haushalte mit Trinkwasserbrunnen, der Großteil befinde sich in ländlichen Bereichen der Stadt – dort, wo es kein Trinkwasser aus öffentlichen oder anderen Quellen gebe. Manche Hausbrunnen reichten bis in eine Tiefe von 50 Metern. Grundsätzlich sei die Versorgung mit Grundwasser in Münster gut. Auch wenn in einigen Bereichen obere Schichten bei längeren Trockenphasen durchaus mal austrocknen könnten, sei der Nachfluss in den tieferen Schichten gesichert, betont Bruns.

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