Mahnwache vor dem Rathaus
Fridays for Future: „Jeder soll mitmachen“

Münster -

Ausdauer haben zweifelsfrei manche Unterstützer der Kampagne „Fridays for Future“. Für ihre Mahnwache übernachten sie von Freitag auf Samstag vor dem Rathaus. Auch den Samstag über warb die Gruppe für den Klimaschutz und blickte dabei auf die vergangenen Monate zurück.

Sonntag, 25.08.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 06:32 Uhr
Etwa 50 Unterstützer der „Fridays for Future“-Kampagne demonstrierten am Samstag. Ein Teil hatte vor dem Rathaus übernachtet und war morgens von Spendern mit Brötchen und Getränken versorgt worden.
Etwa 50 Unterstützer der „Fridays for Future“-Kampagne demonstrierten am Samstag. Ein Teil hatte vor dem Rathaus übernachtet und war morgens von Spendern mit Brötchen und Getränken versorgt worden. Foto: klm

Mit 15 Personen habe man am 28. Dezember vor dem Rathaus gestanden und erstmalig die Aktion „Fridays for Future“ unterstützt. „Da war es ziemlich kalt“, sagt Swinda Langenstraß. Am Samstag war die Mittvierzigerin wieder vor dem Rathaus und mit ihr etwa 50 Unterstützer – viele davon Schüler, viele aber auch schon älter.

Mit einer Mahnwache von Freitag auf Samstag sollte erneut für die „Fridays“-Kampagne zum Klimaschutz aufmerksam gemacht werden – vor allem mit der Präsenz vor dem Rathaus. Ein Teil der Leute hatte mit Schlafsäcken und Iso-Matten am Prinzipalmarkt übernachtet.

Sehr zufrieden mit der Entwicklung

„Wir sind sehr zufrieden, wie sich ,Fridays for Future‘ von der Teilnehmerzahl her entwickelt hat“, sagt Langenstraß. Im Mai seien rund 6000 Menschen in die Innenstadt gekommen, um die Anliegen der Kampagne zu unterstützen. Zudem habe der Rat „den von uns per Petition eingebrachten Antrag zur Ausrufung des Klimanotstandes“ angenommen, und man werde in Kürze Oberbürgermeister Lewe die Anliegen vortragen können.

Schülerin Sophia Kegel, die in den zehnten Jahrgang kommt, und Janne van Bentem, jetzt Achtklässler, betonen ihrerseits, dass das Alter der Mitstreiter „egal“ sei. Dass sich etwa Ältere als Demonstranten aus politischen Grundsatzmotiven heraus der ursprünglich als Schüler-Forderung wahrgenommenen Aktion anschlössen, hätten sie in Gesprächen mit Passanten häufiger gehört.

Ich freue mich, wenn Menschen jeden Alters auf die Straße gehen.

Schülerin Sophia Kegel

Aber: „Es soll ja jeder mitmachen können. Ich freue mich, wenn Menschen jeden Alters auf die Straße gehen“, sagt Kegel und verweist zusammen mit van Bentem und Abiturientin Marlena Grab auf Langenstraß – sie etwa sei eine der Aktivistinnen von Beginn an. „Mittlerweile ist es komplett gemischt, wer dazustößt“, erklärt Grab.

Gemeinsam weisen sie auf den 20. September hin – für den „Klima-Streik“ an dem Tag wolle man 10 000 Menschen mobilisieren.

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