Auszubildende engagieren sich ehrenamtlich
Für einen Tag „Zeitstifte“

Münster -

Am 24. September verlassen viele münsterische Azubis ihre Betriebe – um anderswo ehrenamtlich zu helfen. Lehrlinge wurden früher auch „Stifte“ genannt: Die Aktion ist so ein „Zeitstifte-Tag“ im doppelten Sinn.

Freitag, 30.08.2019, 14:00 Uhr
Azubis und Organisatoren freuen sich auf den„Zeitstiftetag“ am 24. September.
Azubis und Organisatoren freuen sich auf den „Zeitstiftetag“ am 24. September. Foto: Julian Alexander Fischer

Für zahlreiche münstersche Auszubildende wird die eigentliche Arbeit am 24. September ruhen. Die Nachwuchskräfte haben an diesem Tag aber nicht frei, sondern sind im Rahmen des „Zeitstiftetages“ ehrenamtlich aktiv und unterstützen verschiedene soziale Projekte in der Stadt.

Dabei streichen die Teilnehmer unter anderem einen Treffpunkt für wohnungslose Münsteraner, helfen Menschen mit Behinderung bei der Apfelernte oder pflegen Wiesen und Tümpel. Insgesamt beteiligen sich 125 Auszubildende der Stadt Münster, der Stadtwerke, der Sparkasse Münsterland Ost sowie der BASF Coatings in 20 sozialen Projekten.

Die Vorfreude ist groß

Alle Seiten würden dabei von der Aktion profitieren, meint Vera Kalkhoff als Leiterin der Freiwilligenagentur, die den Tag veranstaltet: „Die Azubis machen tolle Erfahrungen, die ihnen im sozialen Bereich auch bei der Arbeit nutzen. Und die Einrichtungen und Bewohner freuen sich über die Abwechslung.“

Die Auszubildenden blicken mit Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben. „Ich finde es sehr wichtig, dass die Verbindungen zwischen den Generationen nicht verloren gehen, denn wir können noch viel von den älteren Menschen lernen“, erklärt Sparkassen-Azubi Adrian Kruse, der mit Senioren den Zoo besuchen wird.

Verantwortungsvolle Aufgaben

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Veranstaltung den Teilnehmern auch persönlich weiterhilft. „Die Auszubildenden sind im Anschluss immer sehr beseelt und berichten mit leuchtenden Augen über den Tag. In vielen Situationen müssen sie auch über ihren Schatten springen und Berührungsängste ablegen. Das tut ihnen gut“, berichtet BASF-Ausbildungsleiterin Gerlind Griese über die Erfahrung der letzten Ausgaben.

Bei einigen Auszubildenden herrscht auch großer Respekt vor der verantwortungsvollen Aufgabe, wie Daniela Fugel von der BASF ausführt: „Ich begleite an diesem Tag fremde Menschen mit Handicaps. Die sind bereits im Vorfeld sehr aufgeregt wegen des Ausflugs. Da kommt es auf die Tagesform an.“

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