Integratives Fußballturnier
Spiele der Freude und der Freundschaft

Münster -

Tore waren hart umkämpft beim integrativen Turnier in Münster. Ausrichter der Veranstaltung mit 26 Mannschaften war der Verein Blau-Weiß Aasee.

Sonntag, 01.09.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 20:09 Uhr
Beim Einmarsch wurden die einzelnen Gruppen des „Wildemann-Cups“ vom Publikum gefeiert.
Beim Einmarsch wurden die einzelnen Gruppen des „Wildemann-Cups“ vom Publikum gefeiert. Foto: cro

Sie schenken sich nichts auf dem Platz bei Blau-Weiß Aasee: Es wird um jeden Ball gekämpft, Tore werden hart erarbeitet. Alles wie bei einem ganz normalen Fußballturnier? Scheinbar schon, denn der Unterschied fällt erst beim zweiten Blick auf. Ein Rollstuhl auf dem Platz ist kein normaler Anblick, und auch der eine oder andere Mensch mit Handicap kickt leidenschaftlich auf dem Kunstrasen.

Stolz auf lange Geschichte der Integration

Blau-Weiß hatte zum elften Mal zum „Wildemann-Cup“ eingeladen, eines der größten integrativen Turniere in Norddeutschland. Das berichtete Dietmar Sonius, Koordinator für Fußball und Ansprechpartner für Integration im Verein, nicht ohne Stolz. „Wir haben schon ganz lange Erfahrung mit integrativem Sport, daher hat sich unser Cup bereits etabliert.“

Mitmachen ist das wichtigste

Dies war bei den Mannschaften deutlich zu merken: Sogar die integrative Mannschaft von Werder Bremen war gekommen, um in Münster zu spielen. Dabei ging es allerdings nicht nur ums Gewinnen. „Natürlich wird es in den Spielen Gewinner und Verlierer geben, aber keinen Turniersieger. Es geht um das Mitmachen, letztendlich sind alle Sieger“, unterstrich Sonius.

Empfangen wie Fußball-Stars

Der „Wildemann-Cup“ geht zurück auf den ehemaligen Präsidenten von Blau-Weiß Aasee: Ludwig Wildemann hatte sich schon vor Jahren für die Integration stark gemacht. „Mein Vater war selber behindert, daher lag ihm der Bereich immer sehr am Herzen“, so Tochter Petra Wildemann. Nach dem Tod habe sie mit ihrem Bruder die Wildemann-Stiftung gegründet, damit die integrative Arbeit weitergeführt werden konnte. „Dabei haben wir uns auf Fußball, Golfen und Laufen konzentriert“, so Wildemann.

Den rund 300 Sportlern war der Spaß auf dem Platz deutlich anzumerken, ob nun mit oder ohne Handicap: Denn die 26 Mannschaften bekamen zu Beginn einen Empfang, wie es sonst nur bei Weltklassespielen üblich ist. Bei einem Einmarsch durften sich die Kicker bejubeln lassen. „Es ist ein Turnier der Freunde und der Freude“, betonte Sonius. Bei der Einteilung der Gruppen gehe es auch nicht um das reale Alter, sondern um das Entwicklungsalter.

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