Einrichtung feiert 20-jähriges Bestehen
Johannes-Hospiz: „Der Tod darf keine Katastrophe sein“

Münster -

1999 wurde das Johannes-Hospiz gegründet. „Geborgen in unserer Mitte“ lautet der Leitspruch der Einrichtung, die jetzt ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Sonntag, 01.09.2019, 21:30 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 19:46 Uhr
Sie feierten 20 Jahre Johannes-Hospiz: Domkapitular Josef Leenders (als Vertreter des Caritasverbandes) Werner Schulze Erdel, Geschäftsführer Ludger Prinz, Vorstandsmitglied der Franziskus-Stiftung Dr. Nils Brüggemann, Monika Christen, Waltraud Krüskemper und Dr. Rudolf Kösters
Sie feierten 20 Jahre Johannes-Hospiz: Domkapitular Josef Leenders (als Vertreter des Caritasverbandes) Werner Schulze Erdel, Geschäftsführer Ludger Prinz, Vorstandsmitglied der Franziskus-Stiftung Dr. Nils Brüggemann, Monika Christen, Waltraud Krüskemper und Dr. Rudolf Kösters Foto: Landmesser

„Geborgen in unserer Mitte“ so lautet der Leitspruch des Johannes-Hospizes Münster, das anlässlich des 20-jährigen Bestehens nun zu einer großen Jubiläumsfeier einlud.

Leitspruch als Versprechen

In seiner Begrüßungsrede betonte Geschäftsführer Ludger Prinz, dass dieser Leitsatz auch Anspruch und insbesondere ein Versprechen sei, das an 365 Tagen im Jahr durch großartige Arbeit an die Patienten gegeben werde. Das wichtigste Kapital eines Unternehmens seien dabei die richtigen Mitarbeiter, „und die haben wir“, lobte der Geschäftsführer.  Mit einer nicht vorhandenen Fluktuation waren im vergangenen Jahr 134 Kräfte haupt- und ehrenamtlich, in Vollzeit oder Teilzeit für das Johannes-Hospiz tätig. „Das sind jährlich 100 000 Euro an Zeitspenden“, erklärte Prinz und nutzte den Anlass, um sich bei vielen Institutionen und Personen zu bedanken. Besonderer Dank ging dabei an den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Dr. Rudolf Kösters, der den Bau des Hospizes im Jahr 1999 mit einzigartigem Engagement vorangetrieben hatte. Ludger Prinz ehrte ihn als einen „echten Macher“.

Auszeichnung für langjährige Mitarbeitende

Von Beginn an mit dabei und als Vertreterinnen der Pflegekräfte wurden auch Monika Christen und Waltraud Krüskemper für den 20-jährigen Einsatz am Johannes-Hospiz ausgezeichnet. Wie außerordentlich wichtig es ist, Menschen einen Tod in Würde zu ermöglichen, darin stimmten beide Pflegerinnen überein. „Mir tut es gut, Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten, die Hand auf den Rücken zu legen und zu beruhigen. Der Tod darf keine Katastrophe sein“, erklärte Waltraud Krüskemper.

Und dass ein einem solchen Tag auch gelacht wird, dafür sorgte Moderator und Schauspieler Werner Schulze-Erdel, der sich als gebürtiger Münsteraner auch privat für das Hospiz engagiert. „Ich will an Ihr Geld“, bekräftigte Schulze-Erdel, als er neben Live-Musik und Zauberei auch auf eine geplante Versteigerung verwies. Vollkommen kostenfrei unterstützten hingegen die angehenden Veranstaltungskaufleute des Hansa-Berufskollegs das Johannes-Hospiz bei der Vorbereitung des Jubiläums. Diese Kooperation hat mittlerweile schon Tradition.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6892657?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker