„iFAN“-Festival
Gelungene Münster-Premiere

Münster -

Gelungene Premiere nach dem Umzug: Das „iFAN“-Festival fand nicht wie einst in Warendorf statt, sondern erstmals in Münster. Die Grundlage, um sich an dem neuen Ort zu etablieren, ist eindrucksvoll gelegt worden.

Montag, 02.09.2019, 13:17 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 14:12 Uhr
Als die Headliner von Milliarden auf der Bühne im Skaters Palace rocken, gibt es bei den 800 Besuchern kein Halten mehr.
Als die Headliner von Milliarden auf der Bühne im Skaters Palace rocken, gibt es bei den 800 Besuchern kein Halten mehr. Foto: Jörn Krüßel

Nach vier Jahren in Warendorf fand am Samstag die Neuauflage des „iFan-Festivals“ im Skaters Palace statt. Ein rocklastiges Line-up mit den Headlinern Milliarden und Ferris MC lockte die Menschen schon früh in die Halle am Dahlweg.

Mangelhaftes Interesse der Warendorfer an Rockmusik war laut Veranstalter der Grund für den Umzug nach Münster und den konzerterprobten Skaters Palace gewesen, so die Veranstalter. Die Münster-Premiere hat gezeigt, dass der Umzug eine nachvollziehbare und gute Entscheidung war, zumal die meisten Angereisten vorher ohnehin aus Münster und Umgebung nach Warendorf gekommen waren.

Rockende Österreicher

Die „Green Silly Parrots“ und die Soeckers eröffneten das Festival, und spätestens bei Ape One war die Halle ansehnlich gefüllt. 800 Besucher kamen insgesamt laut Veranstalter – angesichts des schönen Wetters mitten in den Semesterferien kein Selbstgänger.

„iFan“-Festival in Münster 2019

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  • Die Band Milliarden bewegte die Besucher im Skaters Palace bei der Münster-Premiere des „iFAN“-Festivals.

    Foto: Jörn Krüßel
  • Ferris MC hat sich neu erfunden und kommt jetzt punkiger daher – wie er beim Festival eindrucksvoll bewies.

    Foto: Jörn Krüßel
  • Österreich rockt! Kaier Josef Franz sind ein Beweis dafür.

    Foto: Jörn Krüßel
  • Schon am Nachmittag bei Ape One war die Halle ganz ansehnlich gefüllt – und das, obwohl draußen bestes Wetter ins Freie lockte.

    Foto: Jörn Krüßel
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Ape-One-Sänger Gjevdet Zeciri ist Mitveranstalter des iFan-Festivals und war auf der Bühne sichtlich begeistert von der Resonanz des Publikums. Dass Rock an diesem Abend groß geschrieben wurde, zeigte im Anschluss die Wiener Band Kaiser Franz Josef, die schon vor AC/DC gespielt haben. Man wusste schnell, warum: Das Organ von Sänger Sham erinnert an Brian Johnson, aber auch Soundgarden oder Led Zeppelin stehen Pate für den rifflastigen, treibenden Rock der Österreicher.

Ein Star erfindet sich neu

Auf dem Plakat wirkte der Name Ferris MC inmitten der Rockbands etwas verwunderlich, seine künstlerische Neuausrichtung wurde aber schnell deutlich: weniger Beats und mehr Punk. Aggressiv wie eh und je forderte Ferris zum Pogo auf, kam dabei aber überraschend melodiös daher. „Ich will mein Ding machen. In Zukunft nur noch Ferris ohne MC, die Erwartungshaltungen will ich nicht erfüllen“, so seine Ankündigung.

Etwas dem Zeitplan hinterher, kam schließlich die Band Milliarden auf die Bühne. „Es ist spät geworden“, rief Sänger Ben Hartmann. Doch das war allen egal, die Songs der Berliner sind zeitlos, und so zwingend, dass sofort der Draht zwischen Band und Publikum da war. Ob zum Mitgrölen, ergriffenen Mitsingen oder Tanzen, Songs wie „Berlin“ oder „Betrüger“ sind live ein Brett. Die romantische Landstreicherhaftigkeit von Hartmann tat ihr Übriges. Neben der Musik forderte er zum Nachdenken auf und appellierte an die kulturelle und politische Verantwortung eines jeden.

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