Fast 60 Anlaufstellen im Stadtgebiet
Spannende Umbrüche beim Tag des offenen Denkmals

Münster -

Der alljährliche Tag des offenen Denkmals erfreut sich nicht zuletzt deshalb großer Beliebtheit, weil er Türen öffnet, die sonst verschlossen sind. Doch auch an Gebäuden, die scheinbar durch und durch bekannt sind, werden Besucher neue Details entdecken können, wenn am Sonntag (8. September) „Umbrüche in Kunst und Architektur“ gezeigt werden.

Dienstag, 03.09.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 13:04 Uhr
Das Haus Rüschhaus lädt am Denkmaltag zur poetischen Gartenführung mit Filmen ein.
Das Haus Rüschhaus lädt am Denkmaltag zur poetischen Gartenführung mit Filmen ein. Foto: Harald Humberg

Ein Denkmal besichtigen, das sonst nur von außen wahrgenommen werden kann, und mit Menschen reden, die darin leben und Details der wechselvollen Geschichte kennen: Möglich macht dies der Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag (8. September).

Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ werden dann ungewöhnliche Blickwinkel auf Orts-, Bau- und Zeitgeschichte eröffnet – fachkundige Erläuterungen inklusive, wie die Stadt in einer Pressemitteilung ankündigt.

Frischer Blick auf Altbekanntes

Bei einer Nutzungsänderung sind Umbrüche offensichtlich: Eine Kirche wird zum Verlagshaus, ein Bauernhof lädt zum gemeinschaftlichen Wohnen ein. Spannend kann aber auch das Detail sein.

Wie neue Fenster in einer alten Kirche aussehen können, zeigt das Beispiel der Hiltruper Kirche Sankt Clemens aus dem Jahr 1913. Der Speisesaal im ehemaligen Priesterseminar am Überwasserkirchplatz erhielt schon im 19. Jahrhundert durch die Ausstattung mit Totentanz-Darstellungen eine ganz besondere Qualität. 

Immer wieder interessant ist auch der Blick mit neuer Fragestellung auf altbekannte Denkmäler. Die Besucher von Erbdrostenhof, Clemenskirche und Buddenturm etwa werden feststellen, dass es auch beim vermeintlich Bekannten viel Neues zu entdecken gibt. Dies gilt ebenso für die Angebote, die zum Jüdischen Friedhof an der Einsteinstraße und zum Speicher Haus Kump in Mecklenbeck im Programm stehen.

Der Denkmaltag präsentiert Umbrüche in Kunst und Architektur sowohl im großen städtebaulichen Zusammenhang auf den Kasernengeländen wie auch im gestalterischen Detail bei der Astronomischen Uhr, so die Veranstalter weiter. Poetisch wird es dagegen im Garten von Haus Rüschhaus – bei Führungen mit Filmen.

Annähernd 60 Anlaufstellen im ganzen Stadtgebiet

Das umfangreiche und vielfältige Programm mit annähernd 60 Anlaufstellen im ganzen Stadtgebiet hat die städtische Denkmalbehörde mit Unterstützung von Ehrenamtlichen, Eigentümern, Architekten und Heimatpflegern zusammengestellt.

Das Programmheft gibt es in der Münster-Information im Stadthaus 1 am Syndikatplatz, online steht es im Stadtportal zur Verfügung.  

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